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Reaktionen auf Trump

Orban: Die Demokratie lebt noch

Während die deutsche Diplomatie noch an einem Glückwunschschreiben für Wahlsieger Trump arbeitet, haben sich andere Politiker schon mit ersten Reaktionen und Gratulationen aus der Deckung gewagt.

Auffällig ist, dass sich unter den Gratulanten vor allem Politiker befinden, die international eher eine umstrittene Rolle einnehmen. Auf europäischer Ebene ist das zum Beispiel der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban. Für Orban, der die Demokratie in seinem Land selbst auf eine harte Probe stellt, ist Trumps Wahl "eine großartige Neuigkeit". Auf seiner Facebook-Seite schrieb er auf Englisch: "Die Demokratie lebt noch".

Als einer der ersten Staatschefs weltweit übermittelte Russlands Präsident Wladimir Putin seine Glückwünsche. Er hoffe, dass es ihm und Trump gemeinsam gelingen werde, die russisch-amerikanischen Beziehungen aus der Krise zu holen, schrieb Putin in einem Telegramm. Ein konstruktiver Dialog sei im Interesse beider Länder und der Weltgemeinschaft, schrieb Putin nach Angaben des Kremls. Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind derzeit äußerst gespannt. Putin hatte sich während des US-Wahlkampfs lobend über Trump geäußert. Dieser hat bessere Beziehungen zu Moskau angekündigt.

"An das freie amerikanische Volk"

Der offizielle Wahlsieg war noch gar nicht verkündet, da brachte die rechtskonservative Politikerin Marine Le Pen bereits ihre Glückwünsche auf den Weg. Die Vorsitzende des Front National in Frankreich adressierte an "den neuen Präsidenten der USA, Donald Trump, und an das freie amerikanische Volk!"

Herzlichste Glückwünsche ließ der philippinische Präsident Rodrigo Duterte ausrichten. Er freue sich darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten und die Beziehungen zu verbessern. Duterte, der unter US-Präsident Barack Obama nahezu täglich damit gedroht hat, die Beziehungen zu den USA aufzukündigen, fand nach dem Sieg Trumps nur noch lobende Worte für das demokratische System der Amerikaner.

Verhaltene Reaktionen aus China 

Auch aus Ägypten ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. Präsident  Abdel Fattah al-Sisi gratulierte und erhofft sich neuen Elan für die ägyptisch-amerikanischen Beziehungen.

Die Führung Chinas - eines Landes, dem Trump noch als Präsidentschaftskandidat mit Zöllen und anderen Handelsbarrieren gedroht hatte - reagierte zunächst verhalten. Lediglich über einen Sprecher des Außenministeriums erfolgte die erste Reaktion: "Wir hoffen, dass die neue Administration der USA die guten und stabilen Beziehungen zu China fortsetzt und ausbaut, wovon beide Ländern und die Völker der Welt profitieren werden".

bri/sti (rtre, dpa)