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DW-RADIO

Opus ultimum: Folge 10/2003

Der österreichische Komponisten Anton Bruckner fand weder bei seinen tonangebenden Zeitgenossen, noch bei späteren Dirigenten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts große Beachtung.

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Anton Bruckner (1824-1896)

Lange galt Bruckner exklusiv als 'Musiker Gottes'. Seine zahlreichen geistlichen Chorwerke und bekannten Messen trugen ihm den Ruf eines katholisch-religiösen Komponisten ein. Richard Wagner pries den Spätromantiker als den 'bedeutendsten Sinfoniker nach Beethoven'. Die kontroversen Kritiken, die Anton Bruckner zu Lebzeiten erntete, setzten sich auch nach seinem Tod 1896 fort. Die Kulturwaechter der Nazizeit versuchten den Komponisten zu einer Kultfigurzu stilisieren. Dies diskreditierte die Beschaeftigung mit seinem Werk nach 1945.

Mythos Neunte Sinfonie: Eine ganze Reihe von Komponisten ist nach der Vollendung oder sogar noch während der Arbeit an ihrer Neunten Sinfonie gestorben. Ist die Neunte tatsächlich so etwas wie eine Grenze, die nicht ungestraft überschritten werden darf oder die bereits den Hauch der Ewigkeit spürbar werden lässt?

Anhänger des Mythos Neunte Sinfonie können sich im Fall Bruckners in jeder Hinsicht bestätigt sehen. Der Komponist ist über der Arbeit an diesem Werk verstorben, lediglich drei Sätze liegen komplett vor.

Autor Markus Schwering rekapituliert die Entstehungsgeschichte des Opus ultimum von Anton Bruckner. Sie ist auffallend lang, zieht sich über sieben Jahre hin.

Sprecher: Matthias Ponnier
Redaktion/Produktion: Dieter Glave

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