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Wirtschaft

Optimistische Reisebranche eröffnet ITB

Auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) präsentieren vom 7. - 11. März fast 11 000 Aussteller ihre Angebote. Die Reisebranche erwartet passend dazu eine Zunahme der deutschen Urlausbausgaben für 2007.

Die Flaggen der ITB in Berlin

Die ITB ist die weltweit größte Tourismus-Börse

Der Urlaub, das ist für die Deutschen nach wie vor die schönste Zeit des Jahres und die verbringt man überall, aber wenn möglich nicht zuhause. Das geht aus einer repräsentativen Befragung hervor, die die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) pünktlich zum Start der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) vorgelegt hat. Demnach erwarten deutsche Reiseveranstalter in diesem Jahr einen Rekord, der selbst das Boomjahr 2001 übertreffen würde. Und die Chancen stehen gut, so Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin. Dieses Gutachten zeige, dass die Deutschen trotz des Mehrwertsteueranstiegs in diesem Jahr nicht sparen werden bei ihren touristischen Ausgaben, sagt Christian Göke. Es würden sogar drei Prozent Plus erwartet. "Für uns ist wichtig, dass uns das mit einem guten Vorzeichen versieht für die diesjährige ITB."

Indische Aussteller der ITB

Indien ist das Partnerland der ITB 2007

Die Zahlen jedenfalls stimmen. Mit der Rekordbeteiligung von fast 11 000 Ausstellern aus 184 Ländern präsentiert sich die Internationale Tourismusbörse (ITB) in Berlin erneut als die weltweit wichtigste Reisemesse. 26 Messehallen sind für die Messe komplett ausgebucht. Vom 7.-11. März präsentieren sich Urlaubsgebiete, Reiseveranstalter, Hotels und Airlines. Nach den ersten drei Tagen für die Fachbesucher ist die ITB für das breite Publikum am 10. und 11. März geöffnet. Die Veranstalter rechnen mit einem erneuten Rekord von rund 170 000 Gästen und Geschäftsabschlüssen von mehr als fünf Milliarden Euro. Das Partnerland der 41. ITB ist Indien. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) eröffnete die Messe am Dienstagabend (6.3.07).

Foren zum Klimawandel

Wichtiger Bestandteil der Messe sind auch die Foren und Kongresse. "Wir reden über den Klimawandel, wir haben das World Economic Forum von Davos hier erstmalig als Partner in der Vorstellung seiner international erwarteten Trendstudie und wir haben Airbus versus Boeing", so Christian Göke. Damit werden auf der ITB brandaktuelle Themen diskutiert und das ist ganz im Sinne der Tourismusbranche, wie Klaus Laepple, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft betont. Beispiel Klimawandel. Die Aussicht auf Wüstenbildung rund um das Mittelmeer oder Schneemangel in den Alpen lässt bei den Veranstaltern die Alarmglocken schrillen. Für den Tourismus, so betont Laepple, sei eine intakte Umwelt unverzichtbar. "Doch die Pläne der EU-Kommission, vorerst nur EU-Fluggesellschaften in den Emissionshandel für den Kohlendioxidausstoß mit einzubeziehen, lehnen wir in dieser Form ab." Es dürfe keine Wettbewerbsverzerrungen durch Insellösungen einzelner Staatengemeinschaften geben. Erderwärmung und CO2-Belastung seien globale Probleme, die auch eine globale Antwort benötigten.

Pro Einwohner gerechnet sind die Bundesbürger Reiseweltmeister. Doch immer häufiger buchen die Deutschen ihre Reise individuell im Internet, die großen Veranstalter verlieren Marktanteile. Schätzungen gehen davon aus, dass 2008 bereits 40 Prozent aller Reisen online gebucht werden. Für Reisebüros, so betont Klaus Laepple, biete diese Entwicklungen aber durchaus Chancen. "Ich habe meinen Kollegen nur gesagt, ihr müsst alle auch im Internet präsent sein. Das ist eine neue Form der Kundenansprache, eine neue Form der Information und das muss man nutzen."

Fernreisen sind beliebt

Ein Blick auf die Alpen von Oberbayern aus

Das beliebteste Urlaubsziel der Deutschen ist das eigene Land

Gefragt sind in diesem Jahr vor allem Fernreisen, etwa nach Asien, Mexiko, auf die Malediven und nach Südafrika. Bei den Nahzielen haben Italien, Spanien und Tunesien die Nase vorn, die Türkei konnte dank einer breiten Werbekampagne einige Verluste wieder wett machen. Das beliebteste Urlaubsziel der Deutschen ist aber nach wie vor das eigene Land, seien es die Alpen, die Küsten oder die Mittelgebirge.

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