1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

Optimismus bei den IFA-Veranstaltern

In Berlin wird die neue digitale Medienwelt für jedermann wieder direkt greifbar: Unter dem Funkturm öffnet die Internationale Funkausstellung ihre Pforten. Bereits im Vorfeld versprühen die Veranstalter Optimismus pur.

Eingang der Internationalen Funkausstellung, Quelle: dpa

Eingang der Internationalen Funkausstellung

Die Optimisten haben wieder mal Recht behalten: Die Internationale Funkausstellung (IFA) 2007 spiegelt den Wachstumskurs der gesamten Consumer-Electronics-Branche wider. 1212 Aussteller aus 32 Ländern werden vom 31. August bis 5. September ihre neuesten Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik-Produkte präsentieren.

Der Mitarbeiter eines Standes justiert vor der Eröffnung Fernsehgeräte, Quelle: AP

Der Mitarbeiter eines Standes justiert vor der Eröffnung Fernsehgeräte

Als der Geschäftsführer der Messe Berlin, Christian Göke, zwei Tage vor dem IFA-Start diese Zahlen Pressevertretern aus aller Welt mitteilte, war auch Erleichterung hörbar. "Wir haben es geschafft, nicht nur im Vergleich zum Vorjahr 2006 eine Steigerung zu erreichen, sondern es hat in der Tat funktioniert: Wir haben auch einen neuen absoluten IFA-Rekord: Wir sind knapp besser als das bisherige Rekordjahr in der Geschichte 2005", erklärte er. "Und uns freut natürlich besonders, dass dieser Anstieg auch im nationalen Bereich zu verzeichnen ist."

Fernsehen als Wachstumsmotor

Wachstumsmotor Nummer Eins für die gesamte Branche ist und bleibt das Fernsehen. Immerhin rechnen Experten damit, dass in den nächsten Jahren bundesweit 40 Millionen Röhrenfernseher durch moderne Flachbildgeräte ausgetauscht werden. Allerdings war der Absatz nach dem Fußball-WM-Boom 2006 hierzulande im ersten Halbjahr 2007 zunächst ins Stocken geraten.

Miss IFA 2007 spiegelt sich in einem Fachbildschirm, Quelle: AP

Miss IFA 2007 spiegelt sich in einem Fachbildschirm

Das Wachstum in der klassischen Unterhaltungselektronik fiel deutlich geringer aus als bei privat genutzter Kommunikations- und Informationstechnologie, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (gfu), Rainer Hecker. Der Gesamtmarkt für Consumer Electronics sei um 4,9 Prozent gewachsen, doch den großen Anteil am Wachstum hätten die Bereiche Telekommunikation und IT im privaten Bereich - die Unterhaltungselektronik sei dagegen nur um 2,6 Prozent gewachsen. "Aber hier ist der Weltmeisterschaftseffekt des letzten Jahres zu berücksichtigen", sagt Hecker. "Trotzdem ist auch bei uns in Deutschland ein weiteres Wachstum realisiert worden."

Neue Impulse

Die Funkausstellung soll dem Markt für das zweite Halbjahr neue Impulse verleihen. Neben den neuen Fernsehgeräten verspricht sich die Branche auch von digitalen Kameras, MP3-Playern, Navigationsgeräten sowie Videogames, Mobiltelefonen und Notebooks eine deutliche Umsatzsteigerung um zwei Prozent auf über 23 Milliarden Euro. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer Anfang des Jahres hat die Kauflust der Deutschen offensichtlich nicht gebremst.

IFA-Direktor Jens Heithecker verweist auf andere Marktfaktoren. "Für den Konsumenten gab es neue Consumer-Electronic-Produkte noch nie so preiswert und schnell im Markt", erklärt er. "Ein Fernseher, den man vor einem Jahr kaufen konnte, hat in derselben Größenordnung 20 bis 30 Prozent im Preis nachgegeben, weil es schon wieder neue Fernsehgeräte gibt und weil der Wettbewerb am Markt extrem hart ist." Insofern spiele die Mehrwertsteuererhöhung keine Rolle bei der Kaufentscheidung. Zudem lasse der Wirtschaftsaufschwung die Nachfrage nach hochwertigen Geräten steigen.

Größere Internationalität

Ein weiterer Rekord und ein weiteres Indiz für die Bedeutung der IFA über den europäischen und deutschen Markt hinaus: Es wurden 104.000 Quadratmeter auf dem Messegelände unter dem Berliner Funkturm vermietet - rund zehn Prozent mehr Fläche als im vergangenen Jahr.

"Mittlerweile haben wir die Internationalität gewaltig ausgebaut", sagt gfu-Sprecher Roland Stehle. "Das fängt mit den International Keynotes an, bei denen die ersten Bosse der international tätigen Unternehmen Einblick in ihre Visionen und ihr Unternehmen geben. Das geht bis zu den internationalen Fachbesuchern, und nicht zuletzt sind es ja die Global Player der Branche, die in Berlin ausstellen."

In eigener Sache

Die Redaktion empfiehlt