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Aktuell Nahost

Opposition spricht von vielen IS-Opfern in Syrien

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) betreibt nicht nur im Irak, sondern auch in Syrien weiterhin ihr grausames Geschäft. Im Osten des Landes soll sie innerhalb von zwei Wochen etwa 700 Menschen getötet haben.

Die Angaben gehen auf die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte zurück. Danach seien in den vergangenen Wochen rund 700 Mitglieder eines Stammes getötet worden, die in der östlichen Provinz Dair as-Saur lebten. Was mit den anderen Mitgliedern des Stammes Al-Schuaytat geschah, sei unklar.

Dörfer überrannt

Die militanten Islamisten hatten zu Beginn des Monats mehrere von dem Stamm bewohnte Dörfer in der ölreichen und strategisch wichtigen Provinz überrannt. Dessen Mitglieder sind aus IS-Sicht "Ungläubige", weil sie sich weigerten, nach den Regeln der Terrormiliz zu leben.

Angesichts der Schreckensherrschaft der Terrormiliz rief die syrische Opposition die USA auf, auch in dem Bürgerkriegsland Stellungen der militanten Islamisten zu bombardieren. Der Feind sei im Irak und in Syrien derselbe, sagte der Vorsitzende der Nationalen Syrischen Koalition, Hadi al-Bahra, der sich im türkischen Istanbul aufhält. Es dürfe nicht mit zweierlei Maß gemessen werden, daher müsse die Lage in Syrien ähnlich angegangen werden wie in den irakischen Kurdengebieten. Dort bombardieren die USA seit Tagen IS-Stellungen, unter anderem um Landsleute und Flüchtlinge zu schützen.

Video ansehen 02:09

Michael Lüders zu den IS-Gräueltaten in Syrien

Die Terrormiliz hat in den von ihr eroberten Gebieten im Irak und in Syrien ein Kalifat ausgerufen. Die Gruppe bedroht und tötet dort religiöse Minderheiten. Dair as-Saur grenzt an die von den Extremisten eroberten Gebiete im Irak.

ml/re (dpa rtr afp)

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