Opposition in Venezuela ruft zu Boykott der Präsidentschaftswahl auf | Aktuell Amerika | DW | 04.05.2018
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Präsidentschaftswahl in Venezuela

Opposition in Venezuela ruft zu Boykott der Präsidentschaftswahl auf

Das konservative Bündnis MUD spricht von einer Farce. Mit der vorgezogenen Präsidentschaftswahl in zwei Wochen droht Venezuela, sich weiter international zu isolieren.

Venezuela Opposition ruft zum Wahlboykott auf (Getty Images/AFP/L. Robayo)

Die Abgeordnete Delsa Solórzano ruft bei einer Pressekonferenz des Oppositionsbündnisses MUD in Caracas zum Wahlboykott auf

Die Opposition in Venezuela hat erneut die Bevölkerung aufgerufen, die anstehende Präsidentschaftswahl zu boykottieren. Das konservative Bündnis MUD erklärte in Caracas, leere Straßen am 20. Mai wären ein klares Zeichen "der Zurückweisung des Regimes von Maduro und des Wahlbetrugs". Die oppositionelle Abgeordnete Delsa Solórzano nannte die Wahl eine Farce, die die Krise im Land verlängern werde.

Venezuela droht weitere Isolation

Ursprünglich hätte die Abstimmung, in der Präsident Nicolás Maduro für eine zweite sechsjährige Amtszeit antritt, erst im Dezember stattfinden sollen; zwischenzeitlich war ein Termin im April anberaumt worden. Die Europäische Union, die USA sowie einige lateinamerikanische Länder haben bereits gedroht, das Ergebnis nicht anzuerkennen. Venezuela droht damit eine weitere internationale Isolation.

Als einziger bedeutsamer Herausforderer Maduros gilt der Ex-Militär Henri Falcón, der vor einigen Jahren das Oppositionsbündnis MUD verlassen hat. Weil dieser den Boykottaufruf zurückweist, bezichtigt die MUD ihn des Verrats. In Venezuela herrscht eine schwere Wirtschaftskrise, die Landeswährung Bolívar ist im freien Fall. Die linksnationalistische Regierung von Maduro und die Mitte-rechts-Opposition sind tief zerstritten. Seit Frühsommer 2017 sind mehr als 120 Menschen bei Protesten in dem südamerikanischen Land ums Leben gekommen.

de/as (afp, epd, rtre)

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