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Aktuell Asien

Opposition in Birma formiert sich neu

Premiere in Rangun: Die birmanische Oppositionspartei NLD von Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi ist erstmals in ihrer Geschichte zu einem Parteitag zusammengekommen. Dabei soll die Parteispitze neu gewählt werden.

Mit einem Appell zur Einheit hat der erste Parteitag der birmanischen Oppositionspartei Nationale Liga für Demokratie (NLD) begonnen. Der 86-jährige Tin Oo, der lange unter der Militärdiktatur eingesperrte Mitgründer, rief die rund 800 Delegierten auf, zusammenzustehen.

Bei dem dreitägigen Treffen geht es um die inhaltliche Positionierung der wichtigsten Oppositionspartei in Birma (Myanmar) mit Blick auf die Parlamentswahl 2015. Zum ersten Mal in ihrer 25-jährigen Geschichte treffen sich die Delegierten zum Parteitag.

Bis Sonntag soll die Führungsspitze neu bestimmt werden. Denn die NLD braucht eine Verjüngung ihrer Spitze, die größtenteils mit älteren Veteranen und früheren politischen Gefangenen besetzt ist. Zunächst wählen die Delegierten die 120 Mitglieder des Zentralkomitees. Dieses Gremium soll dann das 15-köpfige Exekutivkomitee bestimmen. Bisher wurden die Amtsträger nicht gewählt, sondern ernannt.

Der Parteitag gilt als weiteres Zeichen dafür, wie weit die demokratischen Reformen in dem lange vom Militär regierten südostasiatischen Land vorankommen. Die NLD war mehr als 20 Jahre lang unterdrückt worden. Seit seinem Machtantritt im März 2011 leitete der frühere General Thein Sein in Birma eine Reihe von Reformen ein. Er ließ politische Gefangene frei und ermöglichte auch der Oppositionspartei und ihrer Führerin Aung San Suu Kyi eine Rückkehr in die Politik. Die 67-Jährige war zum Auftakt des Parteitags nicht in Rangun, sondern im Parlament in der Hauptstadt Naypyidaw. Sie wir erst am Samstag zu den Delegierten sprechen.

li/kle (afp, dpa)

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