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Reise

Opernfestspiele Verona - Vorhang auf!

In der italienischen Stadt haben die 95. Opernfestspiele begonnen. Die Tickets kosten von 25 bis 226 Euro. Die antike Arena ist wie geschaffen für die ganz große Oper. Bald soll sie ein schickes Dach bekommen.

In der Kulisse des antiken römischen Amphitheaters werden vom 23. Juni bis 27. August 2017 die Opernklassiker Nabucco, Rigoletto, Madame Butterfly, Tosca und Aida aufgeführt. Aida ist neben der historischen Aufführung auch in einer zeitgenössisch von Fura dels Baus interpretierten Variante zu sehen. Altstar Placido Domingo wird eine Gala geben, und zum italienischen Sommerhöhepunkt am 15. August wird die 9. Sinfonie von Beethoven zu hören sein.

Zukunftsmusik - ein Dach für die Arena

Zwei deutsche Unternehmen sollen ein umstrittenes Regendach für die Arena von Verona bauen. Die Architekten Gerkan, Marg und Partner (Hamburg) sowie die Ingenieure von Schlaich Bergermann Partner (Stuttgart) gewannen die internationale Ausschreibung für das Projekt. Es soll eine Art Segel entstehen, das auch zur Seite geschoben werden kann. Das Vorhaben soll 13,5 Millionen Euro kosten. Es muss noch vom itallienischen Kulturministerium gebilligt werden.

Italien Verona Oper (picture-alliance/AP Photo/Verona Municipality)

Bei Regen kann das Faltdach geschlossen werden

Der Bürgermeister von Verona, Flavio Tosi, sagte, das Vorhaben könne in drei Jahren fertig sein. Es gehe nicht nur darum, bei schlechtem Wetter Aufführungen zu veranstalten, sondern auch um den Schutz der Arena vor Schadstoffen. "Der Regen ist der erste Feind", so Tosi, "es reicht zu sehen, was er in Pompeji angerichtet hat." Kritiker fürchten dagegen, dass die Arena durch ein Dach zu Schaden kommen könnte.

An der Finanzierung will sich auch der Strumpfwaren-Konzern Calzedonia beteiligen. In Italien haben sich schon mehrmals Unternehmen an der Renovierung berühmter Sehenswürdigkeiten beteiligt, zum Beispiel der Lederwarenkonzern Tod's an der Restaurierung des Kolosseums ins Rom.

Die Arena von Verona gehört zu den am besten erhaltenen und größten römischen Amphitheatern, sie wurde vor mehr als 2000 Jahren errichtet. Bis zu 15.000 Zuschauer finden auf den Rängen Platz, bis zu 500 Sänger, Tänzer, Musiker und Statisten sind gleichzeitig auf der zentralen Bühne. 

is/ks (dpa, www.arena.it)

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