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Aktuell Afrika

"Operation Rhino" endet tödlich

Beim Kampf gegen illegale Wilderer sind fünf Mitglieder der südafrikanischen Armee ums Leben gekommen. In einem Nationalpark suchten sie nach Nashornjägern, dabei stürzte ihr Hubschrauber ab.

Der Helikopter sei in dem weltbekannten Krüger-Nationalpark bei einer Routinepatrouille, "Operation Rhino" genannt, zur Bekämpfung von Wilderern verunglückt. Das teilte ein Armeesprecher mit. Die Ursache des Absturzes sei noch unklar und werde jetzt untersucht.

Drei Soldaten haben vor sich auf dem Tisch Hörner von schwarzen Nashörnern liegen (Foto: AFP)

Die Armee bekämpft den illegalen Handel mit den Stoßzähnen

Die südafrikanische Armee unterstützt seit 2011 die Parkwächter dabei, die illegale Jagd von Nashörnern einzudämmen. Die vom Aussterben bedrohten Tiere werden immer häufiger wegen ihrer Stoßzähne abgeschlachtet. 2012 kamen so in Südafrika 668 Nashörner ums Leben - 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Mehr Wert als Gold

Südafrikas Umweltministerin Edna Molewa warnte, wenn die Nashörner weiter so stark gejagt würden, seien sie bis etwa 2016 ausgestorben. Die Wilderer im Krüger-Park kommen häufig aus armen Dörfern im angrenzenden Mosambik. Sie töten die Tiere, um die begehrten Hörner zu verkaufen.

Ein totes Breitmaulnashorn am Boden liegend und ohne Horn (Foto: picture alliance/Wildlife)

668 Nashörner wurden 2012 wegen ihrer Hörner abgeschlachtet

In Asien, insbesondere in Vietnam, werden die Stoßzähne in der asiatischen Heilkunst eingesetzt. Als Pulver gemahlen sollen sie angeblich heilende Wirkung haben. Medizinisch ist das nicht erwiesen. Das Horn der Tiere besteht wie menschliche Fingernägel lediglich aus Keratin. Dennoch zahlen wohlhabende Kunden horrende Preise dafür: Die Stoßzähne sind mehr wert als ihr Gewicht in Gold.

nem/kle (ap, afp, rtr)