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Wirtschaft

Opelaner basteln an einer Notlösung

Die Kandidaten für einen Einstieg beim angeschlagenen Autobauer Opel verlangen milliardenschwere Staatsgarantien. Für den Fall eines Fehlschlags halten die Beschäftigten eine eigene Lösung parat.

Blitz-Logo der Firma Opel (Foto: AP)

Das Opel-Rettungskarussell dreht sich weiter

Sollte die Übernahme durch Fiat, Magna oder den Finanzinvestor Ripplewood scheitern, wollten sie und die Vertragshändler eine gemeinsame Offerte vorlegen, kündigte Betriebsratschef Klaus Franz der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" an.
Die Summe könnte demnach bei 1,5 Milliarden Euro liegen. Davon entfielen eine Milliarde Euro auf einen Lohnverzicht der Beschäftigten und weitere 500 Millionen Euro auf den Rettungsfonds, den die 4000 Händler schon beschlossen haben. Grundsätzlich, so Franz, favorisiere er jedoch den Einstieg eines Investors von außen.

Kanzlerin inmitten von Opel-Arbeitern (Foto: AP)

Kanzlerin Merkel bei ihrem Opel-Besuch im März

Für Freitag hat Kanzlerin Angela Merkel mehrere Bundesminister und die Ministerpräsidenten der Opel-Länder zu einem weiteren Krisentreffen in Berlin zusammengetrommelt.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung will der italienische Hersteller Fiat im Fall eines Einstieges bei Opel rund sieben Milliarden Euro Staatsbürgschaften beantragen. Der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna verlange im Gegenzug für Investitionen in Höhe von rund 700 Millionen Euro in Werke und neue Modelle bis zu fünf Milliarden Euro, schreibt das Blatt.

Spürbarer Stellenabbau

Transparent Lasst Opel nicht sterben vor Opel-Werk (Foto: dpa)

"Die Hoffnung stirbt zuletzt"

Der US-Investor Ripplewood beabsichtigt danach, über eine belgische Tochterfirma ebenfalls mehr als 50 Prozent an Opel zu übernehmen. Der durch eine Staatsbürgschaft abzudeckende gedeckte Kreditbedarf liege unter fünf Milliarden. In allen drei Konzepten sei darüber hinaus ein spürbarer Stellenabbau vorgesehen. Fiat wolle europaweit insgesamt 18.000 Arbeitsplätze streichen. Im Konzept von Magna sei von einem Abbau von 10.000 Stellen die Rede. Ähnliches plane Ripplewood.

Geheim-Ranking des Mutterkonzerns

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" liegt Magna in einem Geheim-Ranking des Mutterkonzerns General Motors wegen angeblicher Vorbehalte gegen Fiat auf Platz eins. Dahinter folgten Ripplewood und die italienische Traditionsmarke. Eine Vorentscheidung, so heißt es aus Detroit, lasse sich daraus aber nicht ableiten. (win/HF/dpa/rtr/ap)

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