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Wirtschaft

Opel-Zwischenfinanzierung steht offenbar

Vertreter von Bund, Banken und Ländern haben sich anscheinend auf eine Zwischenfinanzierung für den angeschlagenen Autobauer geeinigt. Demnach soll Opel 1,5 Milliarden Euro an staatlich verbürgten Krediten erhalten.

Opel Logo mit Euroscheinen (Montage: DW)

Opel-Zwischenfinanzierung scheint zu stehen

Regierungssprecher Ulrich Wilhelm blieb nach den Gesprächen am Dienstag (19.05.2009) im Bundeskanzleramt vage. Es habe bei der Brückenfinanzierung gute Fortschritte gegeben, weitere Schritte seien verabredet worden, so Wilhelm. Nach Informationen aus Bankenkreisen gibt es bislang nur eine sehr grundsätzliche Vereinbarung. Einzelheiten müssten noch geklärt werden.

Um zu verhindern, dass staatlich verbürgte Finanzmittel an die Opel-Mutter General Motors abfließen, will die Bundesregierung den deutschen Autobauer einem Treuhänder übergeben. An diesem Mittwoch läuft die Angebotsfrist ab, die die Bundesregierung potenziellen Opel-Investoren gesetzt hat. Bis dahin müssen alle Firmen, die an einer Übernahme des Autobauers interessiert sind, ihr Konzept vorlegen. Nach Zeitungsberichten will neben Fiat und dem vom österreichisch-kanadischen Unternehmen Magna angeführten Konsortium auch der US-Finanzinvestor Ripplewood ein offizielles Angebot vorlegen. Ob es weitere Angebote gibt, ist unklar.

Bundesregierung berät erneut über Opel

Opel-Neuwagen in Bochum (Foto: AP)

Opel wartet auf die Übernahme

An dem Treffen nach der regulären Kabinettssitzung am Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier und die Minister für Wirtschaft, Finanzen und Arbeit, Karl-Theodor zu Guttenberg, Peer Steinbrück und Olaf Scholz, teilnehmen. Eine Regierungsdelegation mit Vertretern aus Wirtschafts- und Finanzministerium sowie dem Kanzleramt hält sich bereit, am Wochenende nach Washington zu reisen.

IG Metall weiterhin gegen Fiateinstieg bei Opel

Fiat-Chef Sergio Marchionne kam am Dienstag zum ersten Mal mit Spitzenvertretern der IG Metall in Frankfurt zusammen. Der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber zeigte sich im Anschluss nicht überzeugt von den Plänen der Italiener. Huber sprach von unterschiedlichen Traditionen und Kulturen der Mitbestimmung in Italien und Deutschland. Auch das grundsätzliche Problem der ähnlichen Modellpaletten beider Hersteller sei nicht ausgeräumt worden, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende.

Ein neuer Investor müsse das Eigenkapital und die Liquidität von Opel sichern. Außerdem müssten Arbeitsplätze in Deutschland und Europa erhalten bleiben, betonte Huber. Die IG Metall hatte in der Vergangenheit mehrfach für Magna als möglichen Opel-Investor plädiert. (HF/wa/ap/dpa)

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