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Wirtschaft

Opel-Verkauf angeblich kurz vor Abschluss

Beim geplanten Opel-Verkauf könnte am Montag eine grundsätzliche Einigung zwischen dem Käufer PSA und der Opel-Mutter General Motors stehen. Der PSA-Aufsichtsrat soll schon zugestimmt haben.

Die Gespräche zum Opel-Verkauf könnten möglicherweise bereits Anfang der Woche in einen ersten Vertragsabschluss münden. Ein PSA-Sprecher sprach am Freitag von einer positiven Grundstimmung in den Verhandlungen mit Opel-Eigentümer General Motors, äußerte sich aber nicht zu dem in Presseberichten genannten möglichen Termin für eine Ankündigung.

Die französische Wirtschaftszeitung "Les Echos" berichtet, der PSA-Aufsichtsrat habe schon grundsätzlich grünes Licht für den Kauf gegeben. Dies meldet auch die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf informierte Kreise. Den Angaben aus Frankreich zufolge soll die Einigung am Montag parallel in Frankreich und Deutschland verkündet werden.

Das "Handelsblatt" hatte zuvor ebenfalls den Montag als Termin genannt und sich dabei auf politische Kreise in Frankreich berufen - der französische Staat ist mit rund 14 Prozent an PSA beteiligt.

Betriebsversammlung bei Opel

Erst Mitte Februar war bekannt geworden, dass PSA und der US-Konzern General Motors (GM) über einen Eigentümerwechsel für das defizitäre GM-Europageschäft mit den Marken Opel und Vauxhall verhandeln. Mit der Übernahme entstünde der nach Volkswagen zweitgrößte Autokonzern Europas.

Der PSA-Sprecher erklärte, er könne zur Tätigkeit des Aufsichtsrats grundsätzlich nichts sagen. Ein GM-Sprecher wollte sich noch nicht äußern.

Am Opel-Stammsitz Rüsselsheim erhoffen sich die Beschäftigten baldmöglichst Klarheit über den geplanten Verkauf an PSA. Weil es vor dem Wochenende noch keine Neuigkeiten zu den Verhandlungen gab, wurde nach dpa-Informationen eine Betriebsversammlung kurzfristig vertagt. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet.

Die Betriebsversammlung bei Opel soll nun am Montagvormittag auf dem Gelände des Stammwerks Rüsselsheim fortgesetzt werden, könnte aber möglicherweise auch noch einmal verschoben werden. Der für PSA zuständige französische Gewerkschafter Jean-Pierre Mercier von der Arbeitnehmervertretung CGT erwartet, dass PSA-Chef Carlos Tavares nach einer Übernahme zahlreiche Stellen abbauen wird.

Tavares werde "mit dem Bulldozer" vorgehen, sagte Mercier der Deutschen Presse-Agentur. "Wir müssen uns kollektiv darauf vorbereiten, über die Grenzen hinweg unsere Interessen zu verteidigen."

bea/rb (dpa, afp)