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Wirtschaft

Opel und Ford in Schieflage

Bei den Automobilherstellern Opel und Ford stehen offenbar drastische Einschnitte bevor. Ford will die Produktion um eine Million Fahrzeuge reduzieren, Opel streicht in Deutschland vorzeitig 1600 Arbeitsplätze.

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Der Automobilhersteller Opel hat laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 680 Millionen Euro (1,3 Milliarden Mark) angehäuft und plant drastische Sparmaßnahmen. Für 2000 hatte das zum US-Konzern General Motors gehörende Unternehmen ein operatives Minus von 982 Millionen Mark (502 Millionen Euro) ausgewiesen.

500 Opel-Händler erhalten die Kündigung

Die Zeitung berichtet, Opel-Chef Carl-Peter Forster erwarte eine weitere Durststrecke von drei bis fünf Jahren. Eine ursprünglich für 2003 vorgesehene Streichung von 1600 der 36.000 Arbeitsplätze bei Opel in Deutschland werde schon in diesem Jahr erfolgen. Es solle auch keine Lohnerhöhungen geben, das 13. Monatsgehalt solle wegfallen.

Die geplante Herausnahme einer Schicht in der Astra-Produktion in Bochum werde von Herbst auf Mai vorverlegt werden, meldet die Zeitung. Weitere Unternehmensteile sollten an Zulieferer abgegeben werden. 500 der 900 Händlerbetriebe würden die Kündigung erhalten; geplante Investitionen würden stark reduziert oder ganz gestrichen.

Ford will auch Arbeitsplätze in Europa streichen

Ford

Das Ford-Montagewerk in Oakville, Ontario, Canada

Auch der US-Autokonzern Ford steckt tief in der Krise. Gewerkschaftsangaben zufolge plant Ford eine Reduzierung seiner weltweiten Produktion um eine Million Fahrzeuge. Die Entscheidung sei Teil der derzeitigen Restrukturierung, sagte der Vorsitzende der kanadischen Autobauer-Gewerkschaft CAW, Buzz Hargrove, nach einem Treffen mit Vertretern der Ford-Geschäftsführung. "Sie sagen, es sei notwendig, eine Million Einheiten zu kürzen, und jeder weiß, dass das eine Menge Arbeitsplätze kostet", sagte Hargrove nach der Besprechung, an dem auch das für Arbeitnehmer-Fragen zuständige Mitglied der Konzernführung teilgenommen hatte.

Hargrove machte keine Angaben zum Umfang eines möglichen Stellenabbaus. Er sagte lediglich, die Reduzierungen seien in den USA, in Kanada und Europa geplant. Für Freitag wurde erwartet, dass Ford einen massiven Stellen- und Produktionsabbau ankündigt. Berichten zufolge plant das Unternehmen, 12.000 Arbeitsplätze zu streichen und drei Produktionsstätten ihn Nordamerika und Kanada zu schließen, eine davon in der Provinz Ontario. Das Unternehmen hat 2001 zum ersten Mal nach 1992 wieder rote Zahlen geschrieben. (pg)