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Wirtschaft

OPEC kann Ölpreis-Verfall nicht stoppen

Es wird Winter und die OPEC plant, die Öl-Fördermenge zu kürzen. Eigentlich ein Horrorszenario, doch der Ölpreis sinkt weiter.

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Schmierstoff für die Weltwirtschaft

Die weltweiten Öl-Produzenten und vor allem die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) befinden sich in einem Dilemma: Der gegenwärtige Ölpreis von unter 20 Dollar pro Barrel (159 Liter) gefährdet die Staatshaushalte von Ländern wie Saudi-Arabien, Iran und Venezuela, die ihre Budgets weitgehend aus den Öleinnahmen finanzieren. Seit den Anschlägen in den USA vom 11. September ist der Preis um bis zu 30 Prozent gefallen. Die OPEC peilt eine Preisspanne von 22 bis 28 Dollar je Barrel an. Andererseits: Würde die OPEC den Ölhahn zu stark zudrehen, hätte ein starker Preisanstieg einen verheerenden Effekt auf die lahmende Weltkonjunktur. Auch das hätte einen Einnahmeausfall zur Folge. Schlimmer noch: Die OPEC könnte zusätzlich in eine Krise geraten, wenn einzelne Förderländer die Absprache innerhalb der Organisation umgehen würden.

Niedrigster Stand seit zehn Jahren

Trotz all dieser Bedenken hat sich die OPEC am letzten Mittwoch dafür entschieden, die Förderung um 1,5 Millionen Barrel pro Tag oder sechs Prozent zu kürzen.

OPEC Flagge

OPEC-Flagge

Die Drosselung soll am 1. Januar 2002 in Kraft treten, jedoch nur dann, wenn sich auch die nicht dem Kartell angehörenden Ölförderländer der Maßnahme anschließen und ihre Produktion zusammen um 500.000 Barrel zurückfahren. Damit würde die Fördermenge auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren sinken.

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