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Wirtschaft

Opec berät über Fördermenge des Rohöls

Die Ölpreise sind im Dauer-Tief, die Opec könnte per Förderkürzung gegensteuern. Als wahrscheinlicher gilt jedoch, dass sie die bisherige Förderstrategie fortsetzt. Vom Ölmarkt kommen widersprüchliche Signale.

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Reduziert die OPEC die Ölförderung?

Die Ölminister der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) beraten am Freitag in Wien über die zukünftige Förderpolitik des Kartells. Das Ergebnis hat auch Einfluss auf den Preis von Mineraöl-Endprodukten wie Benzin, Diesel oder Heizöl. Aktuell sind die Ölpreise im langjährigen Vergleich im Keller.

Kurz vor dem Treffen sorgten widersprüchliche Signale für Bewegung am Ölmarkt. Der Branchendienst "Energy Intelligence" hatte am Donnerstag berichtet, dass Saudi-Arabien unter den genannten Bedingungen eine Förderkürzung um eine Million Barrel täglich unterstützen würde. Viele Experten halten es jedoch für weitgehend wahrscheinlich, dass die Organisation aus zwölf Staaten ihr bisheriges Förderziel beibehält. Die Opec peilt offiziell eine Förderung von 30 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag an, die tatsächliche Produktion lag zuletzt allerdings deutlich darüber.

Doch keine Kürzung der Fördermenge

Mehrere Opec-Vertreter sagten, die Obergrenze für die Ölproduktion werde bei 30 Millionen Barrel pro Tag bleiben. Saudi-Arabien habe nicht die Absicht, einen Vorschlag zur Drosselung der Quote zu unterbreiten. Auf einem informellen Treffen der Ölminister der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) am Donnerstag habe der saudiarabische Ressortchef Ali Al-Naimi deutlich gemacht, dass sein Land gegen eine Kürzung sei, sofern diese nicht zuvor mit den Förderstaaten außerhalb der Opec abgesprochen sei, sagte ein Insider. Bislang ist aber nicht erkennbar, dass Länder wie das Nicht-Opec-Mitglied Russland sich an einer Drosselung beteiligen würden.

Der Ölpreis hat sich seit Juni 2014 mehr als halbiert. Hintergrund ist ein Überangebot im Zuge des Schiefergas-Booms in den USA durch die umstrittene Fracking-Technik. Zudem schwächelt die Nachfrage infolge der mauen Weltkonjunktur. Viele Produzenten lehnen es aber ab, die Preise durch eine Reduzierung der Fördermengen wieder nach oben zu treiben. Ihnen geht es vor allem darum, ihre Marktanteile zu verteidigen.

zdh/hb (rtr, dpa)

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