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Kultur

Online-Ausstellung zu "Charlie Hebdo" geplant

Was darf Satire? Seit den Anschlägen auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" ist diese Frage in aller Munde. Mehrere Karikatur-Museen wollen nun deshalb gemeinsam eine Online-Schau zum Thema veranstalten.

Das

Wilhelm Busch Museum in Hannover

plant zusammen mit anderen Karikatur- und Satire-Museen eine Ausstellung über "Charlie Hebdo". Außerdem sind das Caricatura-Museum in Frankfurt, die Caricatura in Kassel, das österreichische Karikaturmuseum Krems und das Cartoon-Museum Basel an der Schau beteiligt. Die Ausstellung ist für dieses Frühjahr geplant und soll ausschließlich online zu sehen sein. Es gehe den Museen um eine sachliche und wissenschaftliche Aufarbeitung der Frage, was Satire dürfe, teilte das Wilhelm Busch Museum mit. Kern der Ausstellung soll die umfangreiche "Charlie Hebdo"-Sammlung des Frankfurter Caricatura-Museums werden.

Provokation aus Tradition

Frankreich Paris Charlie Hebdo OHNE KARIKATUR

Chefredateur Stéphane Charbonnier starb am 7.1.2015 bei dem Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo

"Charlie Hebdo" wurde bereits 1970 gegründet. 1981 musste das Heft aus Geldmangel eingestellt werden, seit 1992 erschien es dann wieder wöchentlich. Die Zeitschrift ist immer wieder durch

provokante Titelbilder

bekannt geworden. Die Redaktion des Satiremagazins nahm den Ärger, der ihr durch religionskritische Karikaturen drohte, bewusst in Kauf. Auf keine Religion wurde Rücksicht genommen.

Wiederholt kam es zu Morddrohungen gegen die Redakteure. 2011 gab es nach der Veröffentlichung einer Mohammed-Karikatur einen Brandanschlag auf die Redaktionsräume. Der Chefredateur Stéphane Charbonnier stand unter Polizeischutz. Am 07.01.2015 wurden bei einem Attentat auf die Mitarbeiter im Redaktionsbüro zwölf Menschen getötet, darunter der Chefredakteur und mehrere Zeichner.

hjh/nf (dpa)

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