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Leichtathletik-WM

Omar McLeod triumphiert über 110 Meter Hürden

Mit einem starken Finish holt sich der Jamaikaner Omar McLeod Gold im Hürdensprint. Derweil nimmt Südafrikas 400-Meter-Weltrekordler Wayde van Niekerk Kurs auf die gleiche Medaillenfarbe.

Erst Olympia-Gold, nun der Weltmeistertitel: Der Jamaikaner Omar McLeod ist nach seinem Sieg in Rio 2016 über die 110 Meter Hürden bei der Leichtathletik-WM seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Der 23-Jährige rannte am Montagabend in London nach 13,04 Sekunden als Erster ins Ziel. Historisches Silber errang Sergej Schubenkow in 13,14 Sekunden: Der 26-jährige Titelverteidiger holte als erster Russe unter neutraler Flagge eine Medaille bei der WM. Der Weltverband IAAF hatte Russland wegen Staatsdoping ausgeschlossen - bis auf 19 Sportler, die nachweislich im Ausland trainieren. Bronze ging an den Ungarn Balazs Baji (13,28). Zwei Jahre nach seiner Nierentransplantation wurde Weltrekordler Aries Merritt aus den USA Fünfter. Der Frankfurter Matthias Bühler war im Halbfinale ausgeschieden.

Wachablösung im Dreisprung

Großbritannien Leichtathletik-WM in London - Dreispringerin Yulimar Rojas (Getty Images/A. Lyons)

Ein weiter Satz, der am Ende zwei Zentimeter weiter war, als der ihrer Gegnerin: Yulimar Rojas.

Es war ein packendes Duell, das sich die Venezolanerin Yulimar Rojas mit Caterine Ibargüen aus Kolumbien lieferte: Im Dreisprung der Damen entschieden am Ende ganze zwei Zentimeter über Gold und Silber. Rojas siegte mit 14,91 Metern vor Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Ibargüen (14,89). Es war das erste WM-Gold in der Geschichte des wirtschaftlich und politisch gebeutelten südamerikanischen Landes - 24 Stunden zuvor hatte Stabhochspringerin Robeilys Peinado in London mit Bronze im Stabhochsprung Venezuelas erste Medaille überhaupt geholt. Bronze holte Olga Rypakowa aus Kasachstan mit 14,77 Metern. Die Hallen-Europameisterin Kristin Gierisch aus Deutschland belegte nach einer starken Vorstellung Platz fünf - so gut war zuvor nur eine Deutsche, Helga Radtke bei der WM-Premiere dieser Disziplin 1993.

Van Niekerk locker im Finale

Ein anderer Star-Sprinter liegt auf Medaillenkurs: Südafrikas 400-Meter-Weltrekordler Wayde van Niekerk steht souverän im Halbfinale über 200 Meter, das am Mittwoch stattfindet. Einen Tag vor der mit Spannung erwarteten Entscheidung über die Stadionrunde lief der 25-Jährige als Sieger seines Vorlaufs ohne allzu große Anstrengung 20,16 Sekunden.

Stars der Leichtathltik-WM - Wayde van Niekerk (picture-alliance/AA/L. Kabon)

Van Niekerk ist einer der großen Stars dieser WM. Ist er erneut in Weltrekord-Form?

Der Jahresweltbeste Isaac Makwala (Botswana), über die doppelte Distanz wohl der härteste Kontrahent van Niekerks, verzichtete kurzfristig auf einen Start. Ebenso nicht am Start: Superstar Usain Bolt, der die 200 Meter zuletzt bei Weltmeisterschaften viermal in Folge gewonnen hatte. Der Jamaikaner Yohan Blake, mit 19,26 Sekunden Nummer zwei der "ewigen" Bestenliste, kam als Sieger in seinem Rennen auf 20,39 Sekunden. Der Olympiadritte Christophe Lemaitre (Frankreich) überzeugte als Vorlaufdritter in 20,40 Sekunden nicht. Schnellster in Runde eins war Jereem Richards (Trinidad und Tobago) in 20,05 Sekunden. Bei den Damen verpasste die deutsche Meisterin Ruth Sophia Spelmeyer den Einzug ins 400-Meter-Finale über die gleiche Distanz. Die 26-Jährige lief in 51,77 Sekunden couragiert auf Platz fünf ihres Halbfinales, doch dies reichte nicht.

Hammerwerferin Wlodarczyk siegt souverän

Im Wettbewerb der Hammerwerferinnen hat sich Topfavoritin Anita Wlodarczyk aus Polen durchgesetzt und ihren Titel erfolgreich verteidigt. Die zweimalige Olympiasiegerin und Weltrekordlerin setzte sich souverän mit 77,90 Metern durch. Damit gewann sie ihren dritten WM-Titel, blieb aber deutlich unter ihrem Weltrekord von 82,98 Metern. Silber ging vor 50.000 Zuschauern im Olympiastadion an die Chinesin Wang Zheng mit 75,98 Metern. Dritte wurde die Polin Malwina Kopron mit 74,76 Metern. Die Deutsche Kathrin Klaas kam bei ihrer siebten WM mit 68,91 Metern nur auf Rang elf.

Faith Kipyegon mit Schlussspurt zu Gold

Großbritannien Leichtathletik-WM in London - Läuferin Faith Chepngetich Kipyegon (Getty Images/D. Ramos)

Herzschlagfinale: Über die 1500 Meter entscheiden am Ende Zentimeter, Kipyegon (M.) siegt.

In der mit Spannung erwarteten letzten Entscheidung des Tages setzte sich Faith Kipyegon aus Kenia durch: Über die 1500 Meter hatte die Deutsche Hanna Klein keine Chance. Der 24-Jährigen blieb nach einer couragierten Vorstellung nach 4:06,22 Minuten nur Platz elf. Olympiasiegerin Kipyegon gewann in einem packenden Finish nach 4:02,59 Minuten gegen Jennifer Simpson aus den USA (4:02,76) durch. Bronze gewann 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya (4:02,90/Südafrika). Die deutsche Meisterin Konstanze Klosterhalfen war im Halbfinale ausgeschieden.

jw/gri (mit sid/dpa)

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