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Sport

Olympische Spiele an Paris und L.A. vergeben

Erstmals seit fast 100 Jahren sind wieder zwei Olympische Spiele gleichzeitig vergeben worden: Paris richtet die Sommerspiele 2024 aus, Los Angeles ist 2028 Gastgeber. IOC-Präsident Bach ist hocherfreut.

Die historische Doppelvergabe ist perfekt: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat auf einer emotionalen Sitzung seiner 131. Session in Lima die Olympischen Sommerspiele 2024 und 2028 an Paris und Los Angeles vergeben. Die Vollversammlung des IOC hatte die Doppelvergabe bereits im Juli beschlossen, musste sie aber noch offiziell verkünden.

IOC-Präsident Thomas Bach ließ die 90 Mitglieder über das Tripartite Agreement (dreiteiliges Abkommen) zwischen dem IOC und beiden Städten abstimmen, das die besondere Vergabe regelt. Es gab keine Gegenstimme. "Wir haben zwei große Städte aus zwei großen Nationen mit großartiger olympischer Vergangenheit", sagte Bach und sprach erneut von einer Win-Win-Win-Situation. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron versicherte in einer Videobotschaft: "Das ganze Land steht hinter den Spielen."

Paris 24 Emmanuel Macron (picture-alliance/dpa/O. Lejeune/MAXPPP)

Nach der Doppelvergabe ist die Vorfreude groß

Bürgermeisterin Anne Hidalgo zeigte sich in Lima tief berührt und sprach von einem historischen Abkommen. Die französische Hauptstadt, die mit dem Motto "Made to share" antritt will beispielsweise das Stade de France als Olympiastadion nutzen. Auch in Los Angeles herrscht große Euphorie. Bürgermeister Eric Garcetti versprach große Spiele nach dem Motto "Follow the sun" und sagte: "Die Menschen in L.A. nehmen die Spiele nicht als etwas wahr, was in elf Jahren stattfindet, sondern die Spiele beginnen heute."

Historische Vergabe

In beiden Städten gibt es großen Rückhalt für die Ausrichtung. Die kalkulierten Kosten sollen sich jeweils im Rahmen halten, da geplant ist, die Wettkämpfe schon in meist bestehenden Anlagen auszurichten. Paris war auch 1900 schon Gastgeber. Los Angeles hatte die Spiele 1932 und 1984 ausgerichtet.

Es ist ein historischer Moment. Denn es ist erst die zweite Doppelvergabe in einem Jahrhundert: Im Juni 1921 waren die Spiele 1924 ebenfalls an Paris und für 1928 an Amsterdam vergeben worden. Für 2024 hatten sich ursprünglich auch Hamburg, Boston, Rom und Budapest beworben. Alle vier zogen zurück. Grund war fast immer das Misstrauen der Bürger in das Versprechen. Für Boston ging Los Angeles als US-Bewerber ins Rennen.

tk/jhr (sid, dpa)

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