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Aktuelles

Olympische Jugendspiele in Innsbruck eröffnet

Premiere mit Schuhplattler. Der österreichische Bundespräsident Fischer eröffnete die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele. In Innsbruck messen sich rund 1050 junge Sportasse. Spielen Medaillen nur eine Nebenrolle?

Das Olympische Feuer lodert in Innsbruck zur Eröffnung der Winterspiele (Foto: AP)

Das Olympische Feuer lodert in Innsbruck zur Eröffnung der Winterspiele

Mit einer stimmungsvollen Flutlicht-Party mit viel Musik, garniert von einem Feuerwerk, haben in Innsbruck die ersten Olympischen Winterspiele begonnen. Rund 20.000 Zuschauer verfolgten am Freitag am Bergisel das Festprogramm aus Schuhplattler, Zillertaler Hochzeitsmarsch und Hip-Hop-Choreographie. Das olympische Feuer entfachte der österreichische Kombinierer Paul Gerstgraser.

"Ich erkläre die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele in Innsbruck in Tirol in Österreich für eröffnet. Alles Gute", sagte Bundespräsident Heinz Fischer unter dem Jubel des Publikums. Innsbruck schreibt damit Olympia-Geschichte: Bereits zum dritten Mal nach 1964 und 1976 lodert das olympische Feuer in der Landeshauptstadt Tirols.

1050 Wintersportler aus 70 Ländern

Fahnenträgerin der 57-köpfigen deutschen Mannschaft war Skispringerin Katharina Althaus vom SC Oberstdorf. Für die 15-Jährige wird es am schon am Samstag ernst: Das Skispringen der Frauen erlebt in Seefeld seine Premiere unter den olympischen Ringen. An den Jugendspielen nehmen bis zum 22. Januar etwa 1050 Sportler aus 70 Nationen teil. In 15 Sportarten werden an zehn Tagen 63 Goldmedaillen vergeben.

Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), sagte: "Zum ersten Mal kommen junge Menschen aus aller Welt für die Olympischen Jugend-Winterspiele zusammen, eine globale Feier des Sports und der olympischen Werte." Der 69-jährige Belgier fügte hinzu: "Wir müssen das olympische Programm erneuern und verjüngen, und dabei müssen wir uns natürlich an die Jugend halten."

Testfeld für neue Sportarten

Sportler und Sportlerinnen erkunden in Innsbruck das Olympische Dorf (Foto: dapd)

Sportler und Sportlerinnen erkunden in Innsbruck das Olympische Dorf

Die Olympischen Jugendspiele seien "der ideale Ort, um auszutesten, welche neuen Sportarten gewünscht werden", so Rogge. Schon die Premiere der Olympischen Jugend-Sommerspiele im August 2010 in Singapur habe gezeigt, dass das "Konzept von Spitzensport und Kultur- und Bildungsprogramm aufgegangen" sei. Das IOC testet in Tirol 14 neue Wettbewerbe und Formate: darunter sind Snowboard/Slopestyle und Freestyle/Halfpipe.

Beim allem sportlichen Ehrgeiz sollen die 14- bis 18-jährigen Sportler aber nicht nur um Medaillen ringen. Vielmehr geht es dem IOC um die Vermittlung von Freundschaft und Respekt. In Sachen Umweltschutz und Sparsamkeit setzte das Organisationskomitee ein Zeichen. Wegen des hohen Energieverbrauchs brannte das olympische Feuer nur eine Stunde.

Autor: Reinhard Kleber (sid, dpa)
Redaktion: Christian Walz

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