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Olympische Spiele

Olympia-Doppelvergabe geklärt: Alle sind glücklich

Los Angeles lässt Paris für die Olympischen Spiele 2024 den Vortritt, und alle Parteien sind zufrieden. Auch DOSB-Chef Alfons Hörmann und die Olympia-Initiative Rhein-Ruhr begrüßen die Einigung.

Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, verkündet die Einigung mit dem IOC. Foto: Getty Images

Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, verkündet die Einigung mit dem IOC

Los Angeles wird voraussichtlich die Olympischen Spiele im Jahr 2028 ausrichten. Eine entsprechende Vereinbarung erzielte die kalifornische Metropole mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Sie lässt damit Paris den Vortritt für die Spiele 2024 - für beide Jahre gibt es keine weiteren Bewerber. US-Präsident Donald Trump und der französische Staatschef Emmanuel Macron begrüßten die Entscheidung.

Macron: "Wichtige Etappe"

Los Angeles war der einzige verbliebene Konkurrent der französischen Hauptstadt im Rennen um die Spiele in sieben Jahren, nun verzichtete die US-Metropole aber auf eine Kampfabstimmung. "Ich bin stolz, bekanntgeben zu dürfen, dass die Olympischen Spiele zurück in die USA kommen", sagte Bürgermeister Eric Garcetti. Auch US-Präsident Donald Trump zeigte sich erfreut. Er sei davon überzeugt, so Trump, dass die Sommerspiele in Los Angeles beispielhaft sein werden "für das olympische Ideal und den amerikanischen Geist". Macron sprach von einer wichtigen Etappe für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 in Paris. Die französische Hauptstadt hatte von Anfang an darauf gepocht, die Sommerspiele in sieben und nicht erst in elf Jahren auszutragen. Nächster Olympia-Gastgeber ist 2020 die japanische Hauptstadt Tokio.

Olympiawerbung in Paris. Foto: Getty Images

Der Weg ist so gut wie frei: Paris wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Olympia-Gastgeber 2024

Zwar müssen der Stadtrat von Los Angeles und auch das Nationale Olympische Komitee der USA der Bewerbung für 2028 noch zustimmen. Obwohl beide Parteien bislang eine Kandidatur für 2024 unterstützten, gilt ihr grünes Licht aber als sicher. Am 13. September muss dann das IOC auf seiner Versammlung in Lima die Doppelvergabe abnicken. Auch hier gilt die Zustimmung als sicher.

Volle Finanzspritze

Das IOC kam Los Angeles finanziell deutlich entgegen, um der Stadt eine Entscheidung zu erleichtern. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Organisatoren umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro finanzielle Unterstützung vom IOC bekommen. Diese Summe kann durch weitere Marketing-Deals noch anwachsen. Das IOC werde darüber hinaus Programme finanzieren, mit denen der Jugendsport in den Jahren bis zu den Spielen gefördert werden soll.

Zudem verzichte das IOC auf eine Beteiligung an einem möglichen Überschuss der Spiele. Experten schätzen, dass dies Los Angeles noch einmal mehrere hundert Millionen Euro bringen könnte. "Dieser Deal war zu gut, um ihn sich entgehen zu lassen", sagte Bürgermeister Garcetti. Sowohl LA als auch Paris werden aller Voraussicht nach zum dritten Mal Olympische Sommerspiele ausrichten. Paris war bereits 1900 und 1924 Olmpia-Gastgeber, Los Angeles 1932 und 1984.

Olympia-Initiative Rhein-Ruhr: "Gute Nachricht"

Vertreter der Olympia-Initiative Rhein-Ruhr. Foto: dpa-pa

Vertreter der Olympia-Initiative Rhein-Ruhr

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), sprach von einer "guten Entscheidung": "Mit Paris und Los Angeles werden zwei bewährte Olympia-Städte Gastgeber, was den Olympischen und Paralympischen Spielen gut tun wird." Das IOC habe nun die Chance, in der notwendigen Ruhe die Weichen für die Olympischen Spiele der Zukunft zu stellen, sagte Hörmann. "Thomas Bach kann man zu dieser taktischen Meisterleistung nur gratulieren."

Zufrieden ist auch die Olympia-Initiative Rhein-Ruhr, die die Sommerspiele 2032 wieder nach Deutschland holen will. Diese Aufgabe wäre deutlich schwieriger geworden, wenn Paris und damit eine Stadt in Europa vier Jahre zuvor Austragungsort wäre. Die Einigung zwischen Los Angeles und dem IOC sei "eine gute Nachricht", sagte Michael Mronz, Gründer der Initative von 13 Städten an Rhein und Ruhr.

sn/asz  (afp,dpa, sid)

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