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Olympische Spiele 2016

Olympia-Chef von Rio festgenommen

Carlos Arthur Nuzman, Chef des Organisationskomitees der Spiele 2016 in Rio de Janeiro, sitzt hinter Gittern. Dem 75-Jährigen wird Korruption vorgeworfen.

Die brasilianische Bundespolizei hat Carlos Arthur Nuzman, Chef des Organisationskomitees der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro, wegen Korruptionsverdachts festgenommen. Nuzman, der seit 22 Jahren Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Brasiliens ist, wird neben Geldwäsche und Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung auch vorgeworfen, Stimmen von afrikanischen IOC-Mitgliedern für die Vergabe der Sommerspiele 2016 in der brasilianischen Metropole gekauft zu haben.

Millionensumme an Diack

Laut Staatsanwaltschaft gibt es dafür "starke Indizien". So soll unter anderem die Stimme des langjährigen Chefs des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF und IOC-Mitglieds Lamine Diack aus dem Senegal gekauft worden sein. Rio hatte sich bei 2009 gegen die Olympia-Kandidaten Madrid, Tokio und Chicago durchgesetzt. Drei Tage vor der Abstimmung sollen dem Sohn Diacks zwei Millionen Dollar von einem brasilianischen Unternehmer überwiesen worden sein.

Neben dem 75 Jahre alten  IOC-Ehrenmitglied Nuzman wurde auch der Generaldirektor des Rio-Organisationskomitees Leonardo Glyner festgenommen. Anfang September hatte die Bundespolizei bereits das Anwesen Nuzmans und den Sitz des OK durchsucht und Beweismaterial sichergestellt.

sn/asz (dpa, sid)