Olesia aus Russland | Lernerporträts | DW | 11.01.2018
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Lernerporträts

Olesia aus Russland

Den Kulturschock nach ihrer Ankunft in Deutschland hat Olesia mittlerweile überwunden, sich eingelebt und an Funktionsjacken und Tupperdosen gewöhnt. Wenn es doch nur die trennbaren Verben und Artikel nicht gäbe.

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Olesia aus Russland

Name: Olesia

Land: Russland

Geburtsjahr: 1995

Ich lerne Deutsch, weil…
ich mich in der Sprache zuhause fühle. 

Mein erster Tag in Deutschland war …
ein Kulturschock! Alles erschien mir so hell, so bunt, die Auslagen in den Bäckereien, die knallroten Züge. Ich hatte das Gefühl, in einem Film gelandet zu sein.

Das ist für mich typisch deutsch:
Funktionsjacke, Fahrradhelm und Tupperdosen. Sehr typisch für Deutsche!

Was ist in Deutschland so wie in meiner Heimat:
Bedürfnisse und Träume zu haben. Allerdings finde ich, dass es mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten gibt. So sind etwa Hunde in meiner Heimat Nutztiere zur Bewachung von Haus und Hof und keine Haustiere zum Kuscheln. Auch würde man nicht einfach mal so eine Fahrradtour machen.

In dieser deutschen Stadt würde ich gern leben:
In Bonn. Es ist eine schöne Studentenstadt mit einer guten Universität. Die Stadt ist nicht so groß, hat aber trotzdem viel zu bieten, beispielsweise im kulturellen Bereich.

Das werde ich an der deutschen Sprache nie verstehen:
Warum muss es drei Artikel geben, warum trennbare Verben?! Statt: „Ich nehme etwas auf“ könnte man doch sagen: „Ich aufnehme etwas“.

Mein deutsches Lieblingswort:
Sehnsucht“. Es beschreibt auf wunderbare Weise ein Gefühl, das viele Menschen haben. So ein Wort gibt es weder in meiner Muttersprache noch im Englischen.

Welche deutschen Wörter ich immer verwechsle:
„unerheblich“ und „unabdingbar“. Früher hab ich gedacht, dass sie das Gleiche bedeuten.

Mein liebstes deutsches Sprichwort:
So ein richtiges Lieblingssprichwort habe ich nicht. Ich finde aber das kölsche Grundgesetz toll. Beispielsweise kann man sich Paragraf 2: „Et kütt wie et kütt“ („Es kommt wie es kommt“) schon zum eigenen Lebensmotto machen.

Mein größter Wunsch oder Traum ist:
In Deutschland eine Arbeit zu finden.

Mein Tipp für andere Deutschlerner:
Niemals aufgeben! Selbst wenn ihr bei den ganzen trennbaren Verben verzweifelt und nicht wisst, ob es nun der oder der Artikel ist: Irgendwann kriegt ihr es in euren Kopf rein und gewöhnt euch an die Sprache.

Das würde ich von einer/einem Deutschen gern wissen:
Warum jammert ihr so viel?! Im Vergleich zu uns erscheinen mir die Deutschen als Jammervolk.

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