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Kunst

Okwui Enwezor bekommt Folkwang-Preis 2017

Er habe zeitgenössische Kunst jenseits des euro-amerikanischen Kanons sichtbar gemacht, begründete der Folkwang-Museumsverein. Enwezor hat unter anderem die documenta 11 und die Biennale in Venedig 2015 geleitet.

Der Internationale Folkwang-Preis zeichnet seit 2010 Personen oder Institutionen aus, die sich in besonderer Weise um Kunstvermittlung an eine breite Öffentlichkeit verdient gemacht haben. Der Münchener Kurator Okwui Enwezor sei einer der einflussreichsten Kunstvermittler der vergangenen Jahrzehnte, so der Vorsitzender des Folkwang-Museumsvereins Ulrich Blank: "Sein größter Erfolg ist es, zeitgenössische Kunst jenseits des euro-amerikanischen Kanons ins internationale Bewusstsein zu bringen". Enwezor gehöre zu den produktivsten Kuratoren und Theoretikern moderner und zeitgenössischer Kunst.

Okwui Enwezor leitet seit 2011 das Haus der Kunst in München, gerade wurde sein Vertrag bis 2021 verlängert. Aus Nigeria stammend, studierte Enwezor in den USA und begann seine Karriere mit der Gründung der Zeitschrift "NKA: Journal of Contemporary African Art". Zusammen mit den anderen Gründern versuchte er dort, die Fixiertheit des internationalen Kunstbetriebes auf den euro-amerikanischen Zusammenhang zu überwinden. Seitdem hat Enwezor zahlreiche Großausstellungen geleitet, darunter auch die documenta 11 in Kassel. Als Höhepunkt seines kuratorischen Schaffens gilt die Biennale in Venedig 2015.

Der Folkwang-Preis ist mit 25.000 Euro dotiert, er wird zum dritten Mal vergeben. Die feierliche Verleihung findet am 9. Oktober in Essen statt.

jhi/nf (kna/dpa)

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