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Deutschland

Oktoberfest eröffnet: Sturm auf die Bierzelte

Manche Besucher berichteten, sie seien schon in der Nacht aufgestanden. Als es dann soweit war, gab es kein Halten mehr. In München hat das Oktoberfest geöffnet.

Traditionell hieß es um Punkt 12: "Ozapft is". Mit zwei Schlägen hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter das erste Fass Bier angezapft und damit das 184. Oktoberfest eröffnet. Ministerpräsident Horst Seehofer erhielt die erste Maß Festbier. Ab diesem Moment dürfen auf dem größten Volksfest der Welt die Krüge gefüllt werden.

Neue Tradition

Mit einer Tradition brachen die Organisatoren beim diesjährigen Oktoberfest: Erstmals durften die Besucher am ersten Tag schon um 09.00 Uhr in der Früh auf das Festgelände - und die nutzten diese Chance. Die Deutsche Presse-Agentur meldete einen "riesigen Andrang", Menschen seien am Samstagmorgen in Scharen durch die Eingänge geströmt. Einige hätten Ordner beiseite geschubst und seien auf das Gelände gerannt, um einen der begehrten Plätze in den Bierzelten zu ergattern.

Vor der Öffnung der Eingänge hatten die letzten Lieferfahrzeuge unter anderem der Brauereien das Gelände verlassen. Wie schon im Vorjahr ist das Festgelände umzäunt und nur über die offiziellen Eingänge zugänglich. Viele Besucher hatten Rucksäcke und größere Taschen gleich zu Hause gelassen; sie sind wie schon im Vorjahr erneut aus Sicherheitsgründen verboten.

München Oktoberfest 2017 Auftakt Fass-Anstich (Reuters/M. Rehle)

Offizieller Startschuss: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zapft das erste Fass an

Brotzeit unter dem Regenschirm

Viele Wiesngäste hatten seit dem frühen Morgen ausgeharrt. Die ersten kamen schon in der Dunkelheit und hielten sich mit Kaffee oder Brotzeit unter den Regenschirmen warm - einige glühten mit mitgebrachtem Bier vor. Seit dem offiziellen Startschuss gibt es das bairische Bier aber auch im Maß - dieses Jahr für bis zu 10,95 Euro. Damit sind die Preise im Schnitt 25 Cent gestiegen.

Die meisten Gäste kamen festlich in Dirndl und Lederhose. Angesichts der latenten Terrorgefahr haben die Behörden ihr Sicherheitskonzept nochmals ausgeweitet. Polizeibeamte mit Bodycams, zusätzliche Videokameras und mehr Blumenkübel als Zufahrtssperren gehören zu den erweiterten Maßnahmen. Über eine Lautsprecheranlage sollen zudem Besucherströme bei einem Alarm besser geleitet werden. Über sie werden um 09.00 Uhr auch die Besucher begrüßt: auf Deutsch, auf Englisch und auf Bairisch.

ml/nin (mit dpa)