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Deutschland

Ohne Herz nix los – Ermittlungen an der SPD-Basis

Im September soll ein neuer Bundestag gewählt werden. Der SPD droht ein Debakel. Wie ist vor der Wahl die Stimmung an der Basis? Christiane Wolters hat sich im Ruhrgebiet, einer traditionellen Hochburg der SPD, umgehört.

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Förderturm im Ruhrgebiet: Relikt aus einer fernen Zeit

Die Hochöfen sind erloschen, die meisten Zechen stillgelegt, doch das Ruhrgebiet ist noch immer Arbeiterland. Zwar gehen nur noch wenige tatsächlich im Blaumann "auf Maloche", aber die industrielle Vergangenheit prägt Menschen und Landschaft bis heute. Der Steinkohleabbau brachte dem "Pott" einst Beschäftigung und wirtschaftlichen Aufschwung. Mit den Zechenschließungen kam dann die große Flaute – in Gelsenkirchen etwa ist heute jeder vierte ohne Arbeit. Seit Jahrzehnten wird der Strukturwandel vorangetrieben, doch die Erfolge lassen auf sich warten.

Stahlarbeiter gegen Verschärfungen beim Klimaschutz

Kundgebung von Stahlarbeitern im Ruhrgebiet. Die Angst vor Arbeitslosigkeit ist groß.

Ebenso wie Kohle und Stahl früher zum Alltag gehörten, war es fast ein Naturgesetz, dass die SPD im Ruhrgebiet das Sagen hatte. Zwischen Bottrop und Duisburg, Oberhausen und Dortmund wählte die Mehrheit der 5,5 Millionen Einwohner jahrzehntelang rot. Auch bei den Landtagswahlen im Mai, als die Sozialdemokraten ihr schlechtestes Nachkriegsergebnis in Nordrhein-Westfalen seit 1954 einfuhren, blieb die SPD im Ruhrgebiet stärkste Partei. Doch die Menschen an der Parteibasis sind verunsichert und müde. Selbst langjährige SPD-Mitglieder fragen sich, ob es sich überhaupt noch lohnt, ihre Partei zu wählen, geschweige denn, sich für sie im Wahlkampf zu aufzureiben.

Was denken die Menschen an der Basis über Schröder und die große Politik? Mit welchen Erwartungen geht man in der einstigen Herzkammer der Partei in den Wahlkampf? DW-WORLD hat drei SPD-Mitglieder im Ruhrgebiet besucht.

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