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Wirtschaft

Offenbar Einigung auf US-Hilfen für Autobauer

Die drei großen US-Autohersteller könnten in der kommenden Woche die Zusage über 15 Milliarden Dollar Staatshilfen bekommen. Kongress und Präsident einigten sich auf den Betrag. Den halten die Autobosse für zu niedrig.

GM und Chrysler Logos (Quelle: AP)

General Motors und Chrysler haben bereits angeboten zu fusionieren

General Motors, Ford und Chrysler können auf staatliche Hilfe hoffen – allerdings in weit geringerem Umfang als von diesen erhofft. Statt der erbetenen 34 Milliarden Dollar segne der Kongress nächste Woche Hilfen in Höhe von 15 Milliarden Dollar ab, berichtete die "Washington Post" am Samstag (06.12.2008).

Einigung mit Bush

Mehrere Autos fahren hintereinander (Quelle: AP)

Der Konvoi der Automanager am 3. Dezember auf ihrem Weg von Detroit nach Washington zur Anhörung im Kongress

Demokratische Abgeordnete und das Weiße Haus hätten sich auf ein Rettungspaket für die Autobranche in Höhe von 15 Milliarden Dollar (zwölf Milliarden Euro) verständigt, verlautete laut "Washington Post" aus dem Kongress. Strittig war bislang, woher das Geld kommen soll. US-Präsident George W. Bush verwies darauf, dass der Kongress der Autoindustrie bereits im September Kredite in Höhe von 25 Milliarden Dollar zur Entwicklung umweltfreundlicher Autos zugesagt hatte, diese bislang aber nicht freigab. Die Demokraten forderten hingegen, dass Hilfen, die nicht für Umwelt-Technologien ausgegeben werden, aus dem 700-Milliarden-Dollar-Fonds für die Finanzbranche genommen werden sollten.

Die "New York Times" hatte am Freitagabend auf ihrer Website berichtet, die Demokraten im US-Kongress wollten die angeschlagenen drei großen Autobauer des Landes mit staatlichen Krediten in Höhe von 25 Milliarden Dollar unterstützen. Das Geld solle aber ausschließlich für die Entwicklung energiesparender Autos verwendet werden. Die Chefs von General Motors (GM), Ford und Chrysler hatten bei Anhörungen vor beiden Kammern des Kongresses Hilfen in Höhe von insgesamt 34 Milliarden Dollar (rund 27 Milliarden Euro) gefordert.

Geld für umweltschonende Autos

GM-Logo, daneben der Schriftzug 'Plant Closings' (Quelle: AP)

Ohne Hilfe könnten bei General Motors die Bänder bald still stehen

Die demokratische Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, bestätigte am Freitagabend, dass für kommende Woche eine Abstimmung über die Unterstützung für die Autohersteller geplant sei. Die Hilfszahlungen seien für die Entwicklung umweltfreundlicher Autos vorgesehen. Für andere Zwecke dürfe das Geld nur benutzt werden, wenn es innerhalb weniger Wochen zurückgezahlt werde.

Die japanische Autofirma Toyota kündigte unterdessen an, ihre Produktion in Nordamerika zu drosseln. Im November waren die Verkaufszahlen von Toyota-Neuwagen in den USA um 34 Prozent zurückgegangen. Der US-Konzern General Motors setzte eigenen Angaben zufolge 41 Prozent weniger Fahrzeuge ab als im Vorjahresmonat, Ford verzeichnete ein Minus von 31 Prozent. (rri)

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