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Amerika

"Obamas Rede war mutig!"

Die US-Tageszeitungen bewerten die Rede zur Lage der Nation von Präsident Barack Obama überwiegend positiv.

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Die "New York Times" sieht den Präsidenten vor allem beim Thema Wirtschaft gefordert:

"Nun ist es seine Aufgabe, den Streit gegen jene zu gewinnen, die behaupten, dass wenn die Politik sich in die Wirtschaft einmischt, es nur schiefgehen könne. Indem Obama sich für das Wunder des freien Unternehmertums begeisterte, entkräftete er die Anklage der Gegner, er sei ein 'Sozialist im Gewand eines Kapitalisten'. Und Obama lieferte Argumente dafür, dass manchmal das Eingreifen der Regierung durchaus inspirierend sein kann."

Die "Washington Post" zollt den Visionen Obamas Anerkennung, kritisiert aber, dass Obama keine Zahlen auf den Tisch gelegt hat:

"Der Präsident forderte zwar, in biomedizinische Forschung, Informatik und besonders in grüne Energien zu investieren, aber Dollar-Beträge nannte er nicht. Er setzte das ehrgeizige Ziel, bis 2035 80 Prozent des Energiebedarfs der USA aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, was die Anhänger der grünen Energien beeindruckt haben dürfte. Aber man wird sehen müssen, ob sich diese Vorhaben in die Realität umsetzen lässt."

Für die "Chicago Sun Times" ist der Präsidentschaftswahlkampf schon eröffnet:

"Bei dieser besten Möglichkeit des Jahres für Barack Obama, mit dem Land und den Bürgern in Verbindung zu treten, widmete er die meiste Zeit seiner einstündigen Rede der Wirtschaft. Das beherrschende Thema in einer Nation, die gerade durch eine Monster-Rezession torkelt - und das Thema, welches über sein politisches Schicksal bei den Wahlen 2012 entscheiden wird."

Die "Los Angeles Times" lobt die Worte des Präsidenten als überparteilich:

"Da war sehr viel in Obamas Rede zu den Gemeinsamkeiten von Republikanern und Demokraten. Die Lage der Nation wird davon abhängen, wie ernst sein Publikum Obamas Aufruf zur Zusammenarbeit nimmt."

Der "Boston Globe" bezeichnet Obamas Rede schließlich als "mutig":

"Weil er es wagte, vorzuschlagen, künftig in Medizin und Pflege zu investieren und die soziale Sicherheit zu stabilisieren. Die Rede von letzter Nacht hilft, Obamas allgemeine Absicht zu erklären: die Neuausrichtung der Wirtschaft und die politische Debatte angesichts der Realität einer rasenden, globalisierten Wirtschaft. Dieses Programm ist das wahrere Erbe seiner 2008 gemachten Versprechungen von Hoffnung und Wandel."

Zusammengestellt von Katharina Pütz.