1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Amerika

Obamas Afghanistan-Rede in Auszügen

Barack Obama gibt den Krieg in Afghanistan nicht verloren und verkündet in seiner Rede in West Point die Aufstockung der US-Truppen. Zugleich stellt er den Beginn des Abzugs für Juli 2011 in Aussicht.

(Foto: AP)

Obama spricht Klartext.

Afghanistan

"Afghanistan ist nicht verloren, aber es bewegt sich seit einigen Jahren rückwärts. Es gibt keine unmittelbare Gefahr, dass die Regierung gestürzt wird, aber die Taliban verspüren Aufwind. Al-Kaida ist in Afghanistan nicht in einem Maße wiedererstarkt wie vor dem 11. September 2001, behauptet aber seine Rückzugsgebiete entlang der Grenze."

Zur Entscheidung

"Ich treffe diese Entscheidung nicht leichten Herzens. Ich war gegen den Krieg im Irak, weil ich glaube, dass wir Zurückhaltung üben müssen beim Einsatz unserer militärischen

Stärke und dabei immer die langfristigen Auswirkungen mitberücksichtigen müssen."

"Ich treffe diese Entscheidung, weil ich überzeugt bin, dass unsere Sicherheit in Afghanistan und Pakistan auf dem Spiel steht. Dort ist das Epizentrum des von Al-Kaida praktizierten gewaltsamen Extremismus. Von dort aus wurden wir am 11. September 2001 angegriffen und von dort aus werden in dem Moment, in dem ich spreche, neue Angriffe geplant."

Zum übergeordneten Ziel

"Unser übergeordnetes Ziel bleibt dasselbe: Al-Kaida zu behindern, zu isolieren und in Afghanistan und Pakistan zu besiegen und ihre Fähigkeit zu zerstören, die USA und unsere

Verbündeten in Zukunft zu bedrohen."

"Was auf dem Spiel steht, ist die Sicherheit unserer Verbündeten und die gemeinsame Sicherheit der ganzen Welt."

Bereitschaft der NATO-Partner, Truppen aufzustocken

"Einige haben schon zusätzliche Truppen entsandt, und wir sind zuversichtlich, dass es in den kommenden Tagen und Wochen weitere Zusagen geben wird."

Zur Aufstockung der Truppen

"Als Oberkommandierender stelle ich fest, dass es in unserem vitalen nationalen Interesse ist, bis zum Sommer kommenden Jahres zusätzlich 30.000 Soldaten nach Afghanistan zu

entsenden."

"Die 30.000 zusätzlichen Soldaten, die ich heute ankündige, werden Anfang 2010 stationiert, (…) damit sie die Aufständischen bekämpfen und die wichtigsten Bevölkerungszentren schützen können."

Über die Verbündeten

"Unsere Freunde haben mit uns gekämpft und geblutet, sind mit uns gestorben in Afghanistan. Jetzt müssen wir zusammenstehen, um diesen Krieg erfolgreich zu beenden."

Über die Rolle von Pakistan

"Wir sind in Afghanistan, um zu verhindern, dass der Krebs sich noch einmal über das Land ausbreitet. Aber derselbe Krebs hat sich schon in der Grenzregion zu Pakistan festgesetzt.

Deshalb brauchen wir eine Strategie, die auf beiden Seiten der Grenze funktioniert."

"Wir werden die Fähigkeit Pakistans stärken, diese Gruppen zu bekämpfen, die unsere Länder bedrohen. Wir haben klargemacht, dass wir sichere Häfen für Terroristen nicht tolerieren können, deren Aufenthaltsorte bekannt und deren Absichten klar sind."

Zusätzliche Kosten

"Ich fühle mich verpflichtet, die Kosten offen und ehrlich anzusprechen. Unser neuer Ansatz in Afghanistan wird wahrscheinlich rund 30 Milliarden Dollar kosten für das Militär in diesem Jahr. Ich werde eng mit dem Kongress zusammenarbeiten, um diese Summen aufzubringen, während wir daran arbeiten, unser Defizit abzubauen."

(api/tön/REUTERS/AP)