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Aktuell Amerika

Obama zu Staatsbesuch in Argentinien

US-Präsident Obama ist aus Kuba kommend zu einem zweitägigen Besuch in Argentinien gelandet. Er trifft auch den neuen liberalen Präsidenten Macri, dessen Wirtschaftsreformen Washington begrüßt.

Argentinien Barack Obama mit Familie am Flughafen in Ezeiza

Obama kommt nicht alleine nach Argentinien, seine ganze Familie ist dabei

Die Regierung von Mauricio Macri erreichte jüngst im milliardenschweren Streit mit US-Hedgefonds um nicht bezahlte Staatsschulden nach der Pleite des Landes 2001 eine weitgehende Einigung. Obama seinerseits ist zum Ende seiner Amtszeit spürbar bemüht, eine aktivere Lateinamerikapolitik zu betreiben und neues Vertrauen zwischen den Ländern Südamerikas und den USA aufzubauen.

Es ist der erste Argentinien-Besuch eines US-Präsidenten seit 2005, als George W. Bush an dem Amerika-Gipfel in Mar del Plata teilnahm. Damals war die US-Initiative einer gesamtamerikanischen Freihandelszone vor allem an der Opposition des damaligen Präsidenten Argentiniens Néstor Kirchner und seines venezolanischen Kollegen Hugo Chávez gescheitert.

Strenge Sicherheitschecks nach Brüssel

Nach den Brüsseler Anschlägen hat die argentinische Regierung die Sicherheitsmaßnahmen für den Besuch Obamas verstärkt. Rund 3000 Einsatzkräfte stehen bereit. Die argentinische Hauptstadt wird seit Montag aus der Luft von US-Hubschraubern überwacht.

Menschenrechtsgruppen haben Proteste gegen Obama angekündigt. Die USA haben im Vorfeld die Freigabe weiterer Geheimdokumente über die Militärdiktatur angekündigt. Zu Zeiten des Kalten Krieges unterstützten die USA in Lateinamerika wiederholt diktatorische Regime, um linke Bestrebungen zu bekämpfen und ein "zweites Kuba" zu verhindern.

Video ansehen 02:00

Rede Obamas in Havanna (22.03.2016)

Am Donnerstag will Obama zum 40. Jahrestag der Machtübernahme der Militärdiktatur (1976-83) eine Gedenkstätte für die Opfer besuchen. Vor seiner Rückreise in die USA will der US-Präsident dann noch mit seiner Familie einen kurzen Abstecher nach San Carlos de Bariloche in Patagonien machen.

Werben um Versöhnung

Obama hatte vor seiner Reise nach Argentinien Station in Kuba gemacht. In einer direkt an das kubanische Volk gerichteten Ansprache warb er für eine Versöhnung zwischen den vormals bitter verfeindeten Ländern. "Ich glaube an das kubanische Volk", sagte Obama, der als erster amtierender US-Präsident seit fast 90 Jahren das Nachbarland besuchte.

Zum Abschluss hatte der US-Präsident mit Staatschef Raúl Castro ein Baseballspiel der Nationalmannschaft Kubas gegen ein Team aus Florida besucht. Vor der Partie gab es eine Schweigeminute für die Opfer der Terror-Attacken in Brüssel.

haz/sti (dpa,rtr, afp)

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