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Welt

Obama weiter auf Erfolgskurs

Schwere Niederlage für Hillary Clinton - ihr Rivale Barack Obama hat die Vorwahlen in Wisconsin und Hawaii gewonnen. Bei den Republikanern gewann der landesweite Favorit John McCain.

Barack Obama, Quelle: AP

Für ihn der neunte Sieg in Folge

Der schwarze US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama hat einen erneuten Sieg bei den US-Vorwahlen der Demokraten errungen. Nach vorliegenden Ergebnissen schlug er seine Konkurrentin Hillary Clinton im Bundesstaat Wisconsin überraschend klar mit einem Vorsprung von weit mehr als zehn Prozentpunkten. "Dies ist eine große Nacht für Obama", sagte ein Kommentator des Fernsehsenders CNN.

Obama hat außerdem im US-Staat Hawaii gewonnen, wo am Dienstag gewählt wurde. Dort siegte er über Hillary Clinton mit 76 zu 24 Prozent. Mit dem Sieg war gerechnet worden, weil Obama einen Teil seiner Kindheit dort verbracht hatte.

"Der Wandel ist möglich"

"Wir müssen eine andere Richtung einschlagen, wir müssen ein neues Kapitel aufschlagen", sagte der 46- jährige Obama vor jubelnden Anhängern am Dienstagabend (19.2.2008). Falls er im Herbst zum Präsidenten gewählt werde, wolle er die US-Truppen "noch im Jahr 2009 aus dem Irak nach Hause bringen". Allerdings warnte er, der von ihm angestrebte politische Wandel werde nicht leicht sein. "Aber der Wandel ist möglich."

John McCain, Quelle: AP

John McCain siegte bei den Republikanern

Nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen errang Obama in Wisconsin 58 Prozent der Stimmen, die Ex-First-Lady Clinton lediglich 41 Prozent. Der erneute Sieg Obamas ist nach Ansicht von Wahlexperten besonders bemerkenswert, da im Mittelwest-Staat Wisconsin das Wählerklientel Clintons vorherrscht. "Hier leben viele weiße Arbeiter, die nicht viel verdienen und es gibt nur wenig Schwarze", meinte ein Kommentator im US-Fernsehen. "Jetzt hat es Clinton sehr schwer".

Nach vorläufigen Zahlen der unabhängigen Website RealClearPolitics.com hat Obama 1342 Delegiertenstimmen hinter sich, auf Clinton entfallen demnach 1265. Für die Wahl zum Präsidentschaftskandidaten sind mindestens 2.025 Stimmen erforderlich.

Klarer Favorit bei den Republikanern

Hillary Clinton, Quelle: AP

Keine leichten Tage für Hillary Clinton

Bei den Republikanern stimmten in Wisconsin 54 Prozent der Wähler für McCain, lediglich 38 für Huckabee. Im Staat Washington erhielt McCain nach vorläufigen Ergebnissen 49 Prozent der Stimmen, Huckabee 21 Prozent. McCain hat damit bislang 942 Delegiertenstimmen erreicht, Huckabee 245. Um Präsidentschaftskandidat der Republikaner zu werden, sind auf dem Nominierungsparteitag Anfang September mindestens 1.191 Stimmen erforderlich.

McCain äußerte sich überzeugt, dass er seine Partei in die Präsidentenwahl führen wird. "Ich verspreche Euch, ich werde den Wahlkampf mit Entschlossenheit und Stärke führen", sagte der 71-Jährige. Als einer der wichtigsten Aufgaben nannte er "den Krieg gegen muslimische Extremisten". (kas)

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