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Politik

Obama stellt neue Afghanistan-Strategie vor

US-Präsident Barack Obama hat die neue Militärstrategie der USA in Afghanistan vorgestellt. Im Kampf gegen Taliban- und El-Kaida-Terroristen setzen die USA vor allem auf eine massive Aufstockung ihrer Truppen.

US-Präsident Barack Obama (Foto: AP)

US-Präsident Barack Obama

Eine Woche vor dem NATO-Gipfel in Baden-Baden und Straßburg hat US-Präsident Barack Obama am Freitag (27.03.2009) die neue Afghanistan-Strategie seines Landes verkündet. Die USA wollen demnach ihre Truppen in Afghanistan um weitere 17.000 auf mehr als 50.000 Soldaten aufstocken. Außerdem sollen 4000 Militärausbilder zum Aufbau der afghanischen Armee entsendet werden.

Geplant sei ein effektiveres Vorgehen gegen die erstarkenden Taliban und die mit ihnen verbündeten El-Kaida-Terroristen, indem ihre Rückzugsgebiete im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet ins Visier genommen würden. Eine Frist für ein mögliches Ende des Afghanistan-Einsatzes nannte Obama erwartungsgemäß nicht. Ziel der Strategie sei die Zerstörung von El Kaida, betonte er.

Umfassende Politik gegenüber Afghanistan und Pakistan

Szene am Grenzübergang (Foto: dpa)

An der pakistanisch-afghanischen Grenze

Regierungsvertreter hatten bereits vor der Rede Obamas erklärt, beide Länder - Afghanistan und Pakistan - würden in der neuen Strategie der USA erstmals als zusammenhängendes Problem gesehen. Zudem setzt die US-Regierung in ihren diplomatischen Bemühungen in der Region künftig auch auf die Hilfe Russlands, Chinas, Indiens und des Iran.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, hatte eine "umfassende“ neue Politik der USA gegenüber Afghanistan und Pakistan angekündigt, nachdem er Senatoren und Abgeordneten und Führern anderer Staaten gesprochen hatte.

NATO hat Probleme in Afghanistan

NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer bei US-Präsident Barack Obama (Foto: AP)

Jaap de Hoop Scheffer bei Barack Obama

Am vergangenen Mittwoch hatte Obama nach seinem Treffen mit dem scheidenden NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer betont, die NATO müsse in Afghanistan stärker werden und ihre Kräfte besser koordinieren. Der NATO-Generalsekretär hatte Probleme in Afghanistan eingeräumt und auf die Bedeutung einer neuen US-Strategie verwiesen. Analysten erwarten nun, dass Obama auf dem NATO-Gipfel in einer Woche vor allem Ausbilder für Militär und Polizei sowie mehr Geld für zivile Projekte von den Verbündeten fordern wird. Grund seien Vorbehalte in vielen europäischen Staaten gegen eine Aufstockung ihrer Kampftruppen.

Insgesamt, so hieß es aus Washington weiter, könnten die Kosten des Afghanistan-Einsatzes um bis zu 60 Prozent auf knapp 40 Milliarden Dollar im Jahr steigen. (bea/hp/lu/sc/gri/dpa/rtr/ap)

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