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Afrika

Obama sieht Afrika als Partner

Bei seinem Besuch in Afrika ist Barack Obama mit Jubel empfangen worden. Doch der US-Präsident äußerte sich auch kritisch: Die afrikanischen Staaten müssten ihr Schicksal stärker in die eigenen Hände nehmen.

Barack Obama lacht (Foto: AP)

Barack Obama spricht vor dem Parlament

US-Präsident Barack Obama forderte die afrikanischen Staaten zur Einhaltung demokratischer Prinzipien auf. "Entwicklung hängt von guter Regierungsführung ab", sagte Obama am Samstag (11.07.2009) vor dem ghanaischen Parlament in der Hauptstadt Accra. Die afrikanischen Staaten sollten sich endgültig von anti-demokratischen Praktiken und Korruption verabschieden, so Obama weiter. Nur so könne sich das Potenzial Afrikas entfalten.

Der US-Präsident geißelte die zahlreichen bewaffneten Konflikte auf dem Kontinent als "Mühlstein am Hals Afrikas" und kritisierte ethnischen Hass und Stammesdenken, die im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr hätten.

Partnerschaft statt Patronat

Zugleich betonte er, die USA ständen dem Kontinent als Partner zur Seite. Obama kündigte an, die USA wollten ihre Afrika-Politik neu ausrichten. Zu lange habe sich Washington als Patron verstanden, nicht als Partner. Es sei Zeit, dies zu ändern.

US-Präsident Obama (links) und sein Kollege, John Atta Mills (Foto: AP)

Unter Präsidenten

Zuvor hatte Obama Ghana als Erfolgsmodell für den gesamten Kontinent gelobt. Nach einem Treffen mit seinem Kollegen John Atta Mills in Accra sagte der US-Präsident, das westafrikanische Land sei ein Beispiel für eine gut geführte Wirtschaft. Er sicherte zu, die Beziehungen "noch weiter" vertiefen zu wollen.

Bekenntnis zu Afrika

Barack und Michelle Obama besuchen in Accra ein Krankenhaus (Foto: AP)

Obama: Ghana kann Modell für den Kontinent sein

Obama unterstrich außerdem die Bedeutung des afrikanischen Kontinents. Afrika müsse wissen, dass es nicht vom Weltgeschehen abgehängt sei.

Obama bekannte sich auf seiner Reise zu seinen eigenen afrikanischen Wurzeln. "Die Geschichte meiner eigenen Familie umfasst die Triumphe und Tragödien der afrikanischen Geschichte", betonte er unter Beifall der Parlamentarier.

Cape Coast und Buchenwald

Der US-Präsident besuchte in Ghana auch das Fort Cape Coast Castle, das rund 160 Kilometer westlich von Accra liegt. Die Festung war einst der Ausgangspunkt für die Verschiffung von Sklaven nach Amerika. Der Ort sei eine Erinnerung daran, dass Menschen dazu imstande seien, sehr Böses zu tun, sagte Obama - und verglich die Besichtigung des Forts mit seinem Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald im vergangenen Monat.

(kis/det/sams/dpa/ap/rtr/afp/epd)

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