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Aktuell Welt

Obama kommt zur Hannover Messe

US-Präsident Obama reist im April nach Deutschland. Als erster amerikanischer Staatschef überhaupt will er zur Hannover Messe, der wichtigsten Industriemesse der Welt, kommen.

Der US-Präsident war zuletzt im Juni 2015 zum G-7-Gipfel ins bayerische Schloss Elmau gereist, im Juni 2013 hatte er bei einem Staatsbesuch in Deutschland eine Rede vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehalten.

Vor dem Ende seiner Amtszeit

Barack Obama befindet sich vor Beginn seines letzten Amtsjahres. Bei der Wahl kommenden November darf er nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten und muss Anfang 2017 aus dem Weißen Haus ausziehen.

Nach Angaben eines Sprechers ist es das erste Mal, dass ein amtierender US-Präsident die Hannover Messe mit seinem Besuch beehrt. Die Visite unterstreiche die "dauerhaften politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Amerikanern und Deutschen", erklärte das Weiße Haus.

Die insgesamt inzwischen fünfte Deutschland-Reise Obamas soll dabei besonders im Zeichen des Freihandels stehen. Obama wolle seinen Besuch nutzen, um für das umstrittene transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zu werben. Auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel will er über das Handelsabkommen beraten.

Befürworter und Gegner

Die Unterschrift unter dem Abkommen, das die größte Freihandelszone der Welt schaffen würde, ist eines der noch verbliebenen Ziele Obamas vor seinem Ausscheiden aus dem Amt. Die Verhandlungen begannen 2013. Während die Industrie auf den Abbau von Zollschranken und eine Vereinheitlichung von Normen hofft, gibt es auf beiden Seiten des Atlantiks auch großen Widerstand gegen das geplante Abkommen.

In Berlin protestierten im Oktober 250.000 Menschen gegen TTIP. Viele der Gegner befürchten sinkende Sozial-, Umwelt- und Verbraucherstandards und die Stärkung multinationaler Konzerne. Gleichzeitig wird befürchtet, dass dies auf Kosten lokaler Marktteilnehmer und demokratischer Institutionen gehen könnte.

haz/cw (afp, rtr, dpa)

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