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Aktuell Welt

Obama kündigt nach Mord Fortsetzung der Angriffe auf IS an

US-Präsident Barack Obama hat die Enthauptung eines amerikanischen Journalisten durch islamistische Terroristen auf schärfste Weise verurteilt. Die IS-Miliz hatte ein Video der Hinrichtung im Internet veröffentlicht.

Der Tod des US-Journalisten James Foley "schockiert das Bewusstsein der gesamten Welt", sagte Obama an seinem Urlaubsort Martha's Vineyard in Neuengland. Die Islamisten hätten "keine Wertschätzung für menschliches Leben". Für die Terroristen des "Islamischen Staates" (IS) gebe es "keinen Platz im 21. Jahrhundert".

Die Extremisten verfolgten keine religiösen Ziele, sagte der US-Präsident. "Kein gerechter Gott würde für die Taten stehen, die der Islamische Staat begeht." Obama kündigte eine Fortsetzung der Militärschläge gegen die Extremisten im Nordirak an. Die USA würden weiterhin alles tun, um ihre Bürger zu beschützen.

Die Terroristen hatten ein Video über den Tod des seit 2012 in Syrien vermissten Reporters im Internet veröffentlicht. Die US-Regierung hält das Video für echt. Es zeigt, wie der Journalist von einem schwarz gekleideten maskierten Mann enthauptet wird. Der Henker spricht Englisch mit britischem Akzent.

In dem Video wird eine weitere Person gezeigt, die als "amerikanischer Bürger" vorgestellt wird. Es soll sich um den US-Journalisten Steven Sotloff handeln, der im August 2013 in Syrien verschwand. Die Terroristen drohen mit dem Tod weiterer Amerikaner, falls die USA ihre Luftschläge gegen die IS nicht einstellen. Ob das knapp fünfminütige Video in Syrien oder im Irak aufgenommen wurde, ist nicht zu erkennen.

James Foley in Aleppo/Syrien (Archiv-Foto: ap)

James Foley in Aleppo/Syrien

Der Henker ein Brite?

Auch der britische Außenminister Philip Hammond stufte das Video als echt ein. Alle Kennzeichen der Terrorbotschaft wirkten authentisch, sagte Hammond. Die Regierung in London vermutet einen Briten als Täter. Britische Geheimdienste fahnden nun nach dessen Identität.

Die Familie des ermordeten Journalisten bestätigte den Tod des Fotografen auf Facebook. Der 40-jährige Foley wurde seit Ende 2012 vermisst. Damals wurde er laut Augenzeugen in der syrischen Provinz Idlib von Bewaffneten verschleppt. Foley galt als renommierter Fotograf, der als freier Journalist für verschiedene Redaktionen arbeitete. Zahlreiche seiner Kollegen äußerten sich in sozialen Netzwerken bestürzt.

Im Norden des Irak versuchen Kurdenmilizen und die irakische Armee derzeit mit US-Luftunterstützung, die IS-Dschihadisten zurückzudrängen. Diese haben in den von ihnen kontrollierten Gebieten ein Kalifat ausgerufen.

re/mak rtr, dpa, afp)

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