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Welt

Obama jetzt fast gleichauf mit Clinton

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten hat Barack Obama seine Konkurrentin Hillary Clinton in drei Staaten geschlagen. Beide liegen jetzt nahezu gleichauf.

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Barack Obama in Richmond, Va.

Senator Barack Obama siegte am Samstag (09.02.2008) in den Staaten Louisiana, Nebraska und Washington sowie in dem US-Territorium Jungferninseln mit deutlichem Vorsprung. Bei den Republikanern gab es bei zwei von drei Entscheidungen Dämpfer für den führenden Senator John McCain, der nach dem Rückzug seines größten Konkurrenten Mitt Romney aber weiter klar in Führung liegt.

Nach Zählung der Nachrichtenagentur AP führt bei den Demokraten Clinton nur noch mit 25 Delegiertenstimmen vor Obama: Die New Yorker Senatorin kann demnach bisher mit 1095 Delegierten rechnen, der Politik-Neuling aus Illinois mit 1070. Darin sind bereits die so genannten Superdelegierten enthalten, das sind Parteifunktionäre, die nicht bei Vorwahlen und Wählerversammlungen auf einen Kandidaten festgelegt wurden und die in ihrem Abstimmverhalten bei dem Nominierungsprozess im August frei sind. Für die Nominierung benötigt werden mindestens 2025 Delegierte.

Erfahrung oder Veränderung?

Obama, der in Washington seine erste Amtszeit als Senator im US-Kongress absolviert, nutzte seine Siegesansprache in Richmond zu Angriffen auf die Politikveteranen Clinton und McCain. Seine Partei habe die Alternative, im Kampf um das Weiße Haus darüber zu debattieren, wer die meiste Erfahrung habe. Oder sie könne den Republikaner McCain mit der Frage herausfordern, wer wohl in Washington nach der Präsidentenwahl am meisten verändern werde. "Denn das ist eine Debatte, die wir gewinnen können", erklärte Obama.

Clinton trat in Richmond vor Obama ans Rednerpult; sie ging in ihrer Ansprache aber nicht auf die Siege ihres Konkurrenten ein. Über den führenden republikanischen Bewerber McCain sagte sie, der 71-Jährige Senator stehe für "mehr vom selben" der Politik von Präsident George W. Bush. Sie verließ den Saal, bevor Obama eintraf.

Überraschung durch Huckabee

Bei den Republikanern sorgte der ehemalige Baptisten-Prediger Mick Huckabee mit Siegen in Kansas und Louisiana für eine Überraschung, McCain setzte sich nur in Washington durch. Trotz der beiden Dämpfer führt McCain bei den Republikanern sicher mit 719 Delegiertenstimmen vor Huckabee mit 234 Stimmen, nachdem sich Romney am Donnerstag aus dem Rennen zurückzog. Um Präsidentschaftskandidat der Republikaner zu werden, sind 1191 Stimmen nötig.

Die Siege in den Staaten Washington und Nebraska fielen für den Demokraten Obama mit etwa zwei Dritteln der Stimmen deutlich aus. Auf den Jungferninseln, wo es drei Delegiertenstimmen gibt, bekam er sogar fast 90 Prozent. Etwas knapper war das Rennen in Louisiana: Dort holte Obama 57 Prozent, Clinton kam auf 36 Prozent. Wie bereits in Alabama, Georgia und South Carolina bekam der schwarze Politiker breite Unterstützung von afroamerikanischen Wählern. (wga)

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