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Aktuell Welt

Obama gibt Einsatz von Drohnen zu

Immer wieder berichten Medien über Raketen-Angriffe der US-Armee auf mutmaßliche islamistische Terroristen mit unbemannten Flugzeugen. Jetzt hat Präsident Obama solche Einsätze in Pakistan erstmals öffentlich bestätigt.

Unbemanntes US-Flugzeug (Foto: dpa)

US-Drohne

Es handle sich um "sehr präzise Angriffe" gegen Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida und seine Verbündeten, sagte Obama im Gespräch mit Internetnutzern auf den Webseiten Google+ und Youtube. Die Einsätze mit unbemannten Flugzeugen - sogenannten Drohnen - würden "sehr genau kontrolliert", die Zahl der zivilen Opfer sei niedrig, sagte er weiter. Die Vorstellung von ungezählten "wahllosen Angriffen" sei falsch.

Einsätze umstritten

US-Drohen (Foto: dapd)

Obama bestätigt Einsatz von Drohnen in Pakistan

Die Drohnen-Angriffe in den Stammesgebieten von Pakistan an der Grenze zu Afghanistan sind heftig umstritten. Die pakistanische Regierung verurteilt sie offiziell als gesetzeswidrig und kontraproduktiv, toleriert sie aber stillschweigend.

Während in Afghanistan die Drohnen von der US-Armee gesteuert werden, ist in den pakistanischen Stammesgebieten der US-Auslandsgeheimdienst CIA zuständig. Nach Zählung der Presseagentur AFP gab es im vergangenen Jahr insgesamt 64 Drohnenangriffe in Pakistan, 2010 waren es rund hundert. Nach Angaben der Organisation New America Foundation wurden durch US-Drohnen in den vergangenen Jahren zwischen 1700 und 2700 Menschen getötet.

Obama: Aufklärungsflüge im Irak

Zu den Drohnenangriffen im Irak sagte Obama, es gebe lediglich einige Aufklärungsflüge, die dem Schutz der US-Botschaft dienten. Ein Bericht der "New York Times", in dem sich irakische Beamte über den Drohneneinsatz nach dem Abzug der US-Truppen empörten, sei überzogen. Es gebe keine "geballten Drohnen-Angriffe". Nach Angaben des Blattes begann das US-Außenministerium den Drohneneinsatz im Irak probeweise im vergangenen Jahr und fuhr den Einsatz der Flugkörper mit Abzug der letzten US-Truppen im Dezember hoch. Nach knapp neun Jahren hatten die USA Ende vergangenen Jahres den Irak-Krieg offiziell für beendet erklärt.

Unterdessen wird aus dem Jemen ein weiterer Drohen-Einsatz gemeldet. Nach Informationen der Agentur DPA wurden mehrere mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation Al-Kaida bei Luftangriffen in der südlichen Provinz Abjan getötet. Im Jemen hatten Al-Kaida-Netzwerke den Aufstand gegen das Regime des scheidenden Präsidenten Ali Abdullah Salih im vergangenen Jahr genutzt, um ihren Einfluss erheblich auszuweiten. Am 21. Februar wird im Jemen ein neuer Präsident gewählt.

hp/det (afp, dapd, afp, dpa)