1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Welt

Obama gewinnt die US-Präsidentenwahl

Die Auszählung der Stimmen bei der Präsidentenwahl in den USA geht in die Zielgerade. Präsident Obama siegt in mehreren Schlüsselstaaten, darunter wohl auch in Ohio. Damit ist ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Bei der Präsidentenwahl ist die Entscheidung gefallen: Nach Hochrechnungen hat der demokratische Amtsinhaber Barack Obama die Mehrheit von 270 Wahlmännerstimmen gewonnen.

Nach jüngsten Agenturmeldungen gewinnt Obama in den Swing States Ohio, Wisconsin, Pennsylvania, New Hampshire und Michigan. Romney gewann unter anderem in Texas, Oklahoma und Georgia. Zudem holte er den ebenfalls als "Battleground State" bezeichnete Staat North Carolina.Dort hatte Obama vor vier Jahren noch die Nase vorn gehabt.
     

Swing States im Blickpunkt

Für mehrere Staaten heißt es dagegen: noch "Too close to call" - zu deutsch: Das Ergebnis ist zu knapp, um eine Prognose zu wagen. In Ohio und Florida liegt Obama nach dem derzeitigen Stand der Auszählung vorn.

Video ansehen 02:12

Obama und Romney weiterhin gleichauf

Entscheidend für Sieg oder Niederlage ist der Wahlausgang in den etwa zehn  sogenannten Swing States, in denen die Bürger keine festen Parteienpräferenzen haben. Nach dem US-Wahlrecht entscheiden nur die Siege in den einzelnen Staaten darüber, wer Präsident wird. Denn der Präsident der Vereinigten Staaten wird nicht direkt zum Volk gewählt, sondern von Wahlmännern aus den einzelnen Bundesstaaten. Gewinnt ein Kandidat in einem Staat, entfallen aller Wahlmännerstimmen auf ihn; der Verlierer geht leer aus.

Droht ein juristisches Nachspiel?

In weiten Teilen der USA zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Vor vielen Wahllokalen gab es lange Warteschlangen. Deswegen bleiben in einigen Staaten, so etwa in Virginia und Florida, Wahllokale länger geöffnet. Aus einigen Wahllokalen werden zudem Unregelmäßigkeiten bei der Stimmabgabe mit Wahlmaschinen gemeldet.

Beide Kandidaten hatten bis zuletzt noch um jede Stimme gekämpft. Der Präsident rief Anhänger telefonisch und über Rundfunk zur Teilnahme an der Wahl auf. Der 65-jährige Romney absolvierte noch Wahlkampfauftritte in Ohio.

In den meisten Umfragen vor der Wahl hatte Obama leicht vor Romney in Führung gelegen. Der Vorsprung des 51-jährigen Amtsinhabers war aber so gering, dass dem Herausforderer durchaus Siegchancen eingeräumt werden. Beide Kandidaten bereiteten sich daher nach Medienberichten auch auf eine lange Wahlnacht und auf einen möglichen langwierigen juristischen Streit um Abstimmungsergebnisse vor.

Parlamentsmehrheit für Republikaner

Vor vielen Wahlokalen bildeten sich lange Schlangen (Foto: Reuters)

Vor vielen Wahlokalen bildeten sich lange Schlangen

Neben dem Präsidenten werden zudem alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses, ein Drittel (33 Sitze) des Senats sowie elf Gouverneuren neu gewählt. Die Meinungsforscher gehen davon aus, dass die Demokraten ihre knappe Mehrheit im Senat verteidigen. Nach Prognosen mehrerer amerikanischer TV-Sender wird das Repräsentantenhaus dagegen weiter von den Republikanern dominiert werden.

Außerdem sind US-Bürger zu insgesamt als 170 Volksentscheiden aufgerufen. Je nach Bundesstaat reicht die Themenpalette von der Abschaffung der Todesstrafe, der Einführung von Sterbehilfe über die Homo-Ehe und die Legalisierung von Haschisch bis zur Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln.

Die Wahlen sind das bisher meistdiskutierte politische Ereignis im Internet-Dienst Twitter: Der Betreiber zählte am Dienstag mehr als 20 Millionen Äußerungen zu den Abstimmungen.

mm/wl/SC (dpa, dapd, rtr, afp)

Audio und Video zum Thema