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Welt

Obama geht ins Rennen - mit Unterstützung der Clintons

Die Demokraten haben Barack Obama offiziell zu ihrem Präsidentschaftskandidaten bestimmt. Auch Hillary Clinton und Ex-Präsident Bill Clinton unterstützen jetzt den Hoffnungsträger der demokratischen Partei.

Kurzer Auftritt in Denver: Barack Obama (Foto: AP)

Kurzer Auftritt in Denver

Zehn Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl haben die Demokraten in Denver ihren Hoffnungsträger Barack Obama offiziell als Präsidentschaftskandidaten nominiert. Am Donnerstag (28.08.2008) wird Obama im Sportstadion von Denver vor den Delegierten und weiteren zehntausenden Zuschauern die heiße Phase des Wahlkampfs eröffnen. Der 47-jährige Senator aus Illinois ist damit der erste schwarze Kandidat einer der beiden großen Parteien für das Präsidentenamt. Sein Hauptkonkurrent ist John McCain von den Republikanern, der kommende Woche auf einem Parteitag offiziell nominiert werden soll.

In Denver bekam Obama auch die Unterstützung von Hillary und Bill Clinton. Auf Vorschlag seiner ehemaligen Konkurrentin Hillary Clinton wurde Obama per Akklamation gewählt. Der Parteitag solle "mit einer Stimme sprechen", forderte Clinton unter dem Jubel der über 5000 Delegierten während der schon angelaufenen Abstimmung. Diese wurde daraufhin abgebrochen und Obama unter "Yes we can"- Sprechchören zum Kandidaten ernannt.

Die Clintons für Obama

Hillary Clinton (Quelle: AP)

Enthusiastisch für Obama: Hillary Clinton

Auch Bill Clinton, der ehemalige Präsident und Ehemann der unterlegenen Hillary Clinton, warb vor den Delegierten für Obama: Er sei "in der Lage, Amerika zu führen und die Führung der USA in der Welt wiederherzustellen". Obama sei auch zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte befähigt, sagte Clinton. Damit wies er die Kritik der Republikaner zurück, dass Obama zu jung und unerfahren für das Amt sei.

Das habe man über ihn auch gesagt, sagte Clinton: "Es hat 1992 nicht funktioniert, weil wir auf der richtigen Seite der Geschichte waren. Und es funktioniert 2008 nicht, weil Barack Obama auf der richtigen Seite der Geschichte steht." Der Ex-Präsident machte allerdings keinen Hehl daraus, dass er lieber seine Frau als Präsidentschaftskandidatin gehabt hätte. "Am Ende hat meine Kandidatin nicht gewonnen", sagte er.

Biden nominiert

Bill Clinton (Foto: AP)

Hätte lieber seine Frau als Kandidation gehabt: Bill Clinton

Nach Obama haben die US-Demokraten auch Senator Joseph Biden als Anwärter für die Vizepräsidentschaft nominiert. Wie Obama wurde er von den mehr als 4000 Delegierten beim Parteitag in Denver am Mittwoch per Akklamation bestimmt. Biden attackierte in seiner Rede die Außenpolitik von Präsident George W. Bush und des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers John McCain.

"Die Bush-McCain-Außenpolitik hat uns in ein sehr tiefes Loch gebracht, mit sehr wenigen Freunden, um uns beim Herausklettern zu helfen", sagte Biden. Die USA seien derzeit isolierter und unsicherer als jemals in der jüngsten Geschichte. Das Land brauche deshalb "mehr als einen guten Soldaten", sagte Biden – eine Anspielung auf den Vietnam-Veteranen McCain: Amerika brauche einen "weisen Führer", der Veränderung bringe.

Warten auf seinen Auftritt

Obama selbst trat auf dem Nominierungsparteitag bisher nur kurz auf. Nach der Wahl von Joseph Biden erschien er überraschend auf der Bühne des Parteitags und gratulierte. Öffentlich geäußert hat er sich bisher noch nicht zu seiner Wahl. Umso größer sind die Erwartungen an seine Rede im Sportstadion von Denver, wo er unter freiem Himmel vor bis zu 76.000 Menschen sprechen wird. Es wird erwartet, dass er dort die Wahl offiziell annimmt.

Am Rande des Parteitags der Demokraten demonstrierten in Denver mehrere tausend Menschen gegen eine Politik mit militärischen Mitteln. Zum Auftakt gab die wiedervereinte Band "Rage Against The Machine" ein Konzert. Danach zogen die Demonstranten, angeführt von Mitgliedern der Gruppe Irak-Veteranen gegen den Krieg, zum Versammlungsort der Demokraten. Sie forderten einen schnellen Abzug der amerikanischen Truppen aus dem Irak. (det)

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