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Wirtschaft

Obama fordert neue ökonomische Ära

US-Präsident Barack Obama hat vor dem G20-Gipfel in London zur Einheit der Länder im Kampf gegen die Weltwirtschaftskrise aufgefordert. Gleichzeitig unterstrich er aber den Führungsanspruch der USA.

US-Präsident Barack Obama (Foto: AP)

Barack Obama will die Weltwirtschaftskrise nicht alleine meistern

"Ich weiß, dass Amerika seinen Anteil hat an dem Chaos, mit dem wir uns konfrontiert sehen", schreibt Obama in einem Beitrag für die Tageszeitung "Die Welt" (24.03.2009). Gleichwohl können die USA laut dem US-Präsidenten auch eine globale Erholung an vordester Front befördern. "Die Vereinigten Staaten sind bereit, die Führung zu übernehmen, und wir rufen unsere Partner auf, sich uns in einem Geist der Dringlichkeit und gemeinsamen Absicht zuzugesellen", betonte der US-Präsident mit Blick auf den Gipfel der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) Anfang April in London.

Zugleich unterstrich Obama, wie wichtig international abgestimmtes Handeln in der Krise sei: "Wir durchleben eine Zeit globaler ökonomischer Probleme, die sich weder durch Halbheiten noch durch die isolierten Anstrengungen einer Nation lösen lassen."

Neue Ära einleiten

Symbolbild Finanzkrise (Quelle: picture alliance)

Für Obama an vielem schuld: die Finanzmärkte

Obama warnte, dass der Wohlstand einer jeden Nation in Gefahr sei und in Entwicklungsländern sogar Menschenleben auf dem Spiel stünden. Die Führer der G20 müssten nun mit mutigen und umfassenden Schritten eine Erholung anstoßen und eine "neue Ära ökonomischen Engagements einleiten, damit sich eine Krise wie diese niemals wiederholen kann".

Der US-Präsident sprach sich auch für eine umfassende Reform der internationalen Finanzmärkte aus. Alle Finanzinstitutionen bräuchten eine strenge Aufsicht und vernünftige Regeln. Es dürfe keinen Weg zurück zur Lage vor der Krise geben. "Wir müssen ein Ende machen mit rücksichtsloser Spekulation und Ausgaben, mit faulen Krediten, mit überschuldeten Banken und fehlender Aufsicht." Er forderte auch Aktionen gegen Steueroasen und Geldwäsche.

Wirtschaft stimulieren

Gruppenbild des G20-Gipfels in Washington 2008 (Foto: AP)

Im vergangenen Jahr fand der G20-Gipfel in Washington statt

Um die Konjunktur anzukurbeln, muss aus Sicht des US-Präsidenten rasch das Wirtschaftswachstum stimuliert werden. "Diese Anstrengungen sollten robust und nachhaltig sein, bis die Nachfrage wiederhergestellt ist", so Obama. Er trat auch dafür ein, dass die Staatengemeinschaft der G20 zusammen mit multinationalen Institutionen Außenhandelsfinanzierungen bereitstellen. Außerdem müsse das Kreditwesen, auf das Unternehmen und Konsumenten angewiesen seien, wiederhergestellt werden.

In dem Artikel fordert Obama auch neue Mittel zur Stabilisierung von Schwellenländern. Die Notfall-Kapazitäten des Internationalen Währungsfonds (IWF) will er substanziell erhöhen. Amerika wolle Investitionen in die Ernährungssicherung unterstützen, "die den Ärmsten helfen können, die bevorstehenden schweren Zeiten zu überstehen". (al/gri/ap/afp/rtr)

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