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Aktuell Welt

Obama bietet Hilfe bei Aufklärung über Absturzursache an

Trauer und Bestürzung überall: Eine malaysische Passagiermaschine ist mitten im Kampfgebiet in der Ostukraine zerschellt. Über die Ursachen wird heftig spekuliert. US-Präsident Obama sagte Hilfe bei der Aufklärung zu.

"Es sieht aus, als gebe es eine schreckliche Tragödie an der ukrainischen Grenze", sagte der amerikanische Präsident Barack Obama in einer ersten Reaktion. Nach dem Absturz eines Passagierflugzeugs der Malaysian Airlines über dem Osten der Ukraine versprach er "jegliche Unterstützung" zur Aufklärung des Vorfalls. Den Angehörigen sprach er bei seiner Rede im Bundesstaat Delaware sein Beileid aus.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte gefordert, "die Verantwortlichen hinter dieser Tragödie" zur Rechenschaft zu ziehen. Er beschuldigte die prorussischen Separatisten, die Boeing 777 abgeschossen zu haben. Für den Abschuss eines Kampfjets und eines Transporthubschraubers angeblich "von russischem Territorium aus" machen die Führer in Kiew die russische Luftwaffe verantwortlich.

Kremlchef Wladimir Putin übermittelte der malaysischen Regierung in einer ersten Stellungnahme sein Mitgefühl. Er sei traurig über die "Katastrophe über dem Territorium der Ukraine, die so viele Menschenopfer gekostet" habe, telegrafierte Putin nach Kuala Lumpur. In einem Telefonat mit Präsident Obama - in dem es eigentlich um die neuesten Sanktionen gegen Russland ging - hatte Putin Washington über das Unglück informiert.

Internationale Untersuchung gefordert

Der Weltsicherheitsrat kommt an diesem Freitag in New York zu einer Sondersitzung zusammen. Dabei soll eine von Großbritannien eingebrachte Erklärung verabschiedet werden, in der das höchste UN-Gremium eine "vollständige, sorgfältige und unabhängige internationale Untersuchung" des Absturzes fordert. Zudem würden alle Konfliktparteien aufgefordert, einem Team von Experten sofort ungehindert Zugang zur Unglücksstelle zu gewähren, damit die Unglücksursache untersucht werden könne.

Die scheidende Außenbeauftragte der EU, Catherine Ashton, unterstützte ebenso wie die NATO die Forderung nach einer internationalen Untersuchung. Sie zeigte sich geschockt über die tragischen Ereignisse. Alle Fakten hinter der Katsatrophe müssten ohne Vorurteile geprüft werden, hieß es aus Brüssel.

Ähnlich äußerte sich Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. "«Wir erwarten, dass alles getan wird, um den Vorfall schnellstens aufzuklären. Die Separatisten müssen den Rettungs- und Sicherheitskräften unverzüglich Zugang zur Absturzstelle gewähren und eine unabhängige, internationale Untersuchung unverzüglich anlaufen", verlangte Steinmeier, am Rande seines dreitägigen Besuchs in Mexiko.

SC/re/kle (afpe, dpa, APE, rtr)