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Welt

Obama beginnt den Wahltag mit zwei Siegen

Die US-Wahl hat begonnen - mit Siegen für Obama: Der Demokrat gewann die ersten beiden Gemeinden in New Hampshire. Zugleich musste er einen Schicksalsschlag hinnehmen: Seine Großmutter ist kurz vor der Wahl gestorben.

Menschenschlange (Quelle: AP)

Warten auf die Stimmabgabe: Wähler in Los Angeles

Bei der US-Präsidentschaftswahl hat Barack Obama einen ersten Achtungserfolg errungen. In zwei Gemeinden in New Hampshire, die traditionell den Auftakt der Präsidentschaftswahlen machen, gewann Obama am Dienstag (4.11.2008) gegen seinen Konkurrenten John McCain. In Dixville Notch stimmten 15 Wähler für den Demokraten Obama, 6 für Republikaner McCain. Im Nachbarort Hart's Location stimmten 17 für Obama, 10 für McCain und 2 für einen anderen Bewerber. In beiden Wahllokalen gewinnen meistens die Republikaner.

Todesfall im Hause Obama

Obama (Quelle: AP)

Kandidat in Trauer: Obama sprach in North Carolina über seine verstorbene Großmutter

Unterdessen musste Barack Obama einen schweren persönlichen Schicksalsschlag hinnehmen: Seine an Krebs erkrankte Großmutter ist kurz vor der Präsidentenwahl gestorben. In Charlotte, North Carolina, würdigte Obama sie am Montag vor mehreren zehntausend Menschen als eine der zahllosen stillen Helden Amerikas, die sich aufopferungsvoll für ihre Kinder und Enkel einsetzten. Obama war bei seiner Großmutter Madelyn Payne Dunham zeitweise aufgewachsen. Sie starb am Sonntag im Alter von 86 Jahren auf Hawaii. McCain kondolierte seinem Konkurrenten.

Unterdessen setzten Obama und McCain ihren Wahlkampf fort. "Ich bin ein Amerikaner, und ich habe mich entschieden zu kämpfen", rief McCain am Montag auf Kundgebungen in Florida, Pennsylvania, Indiana und Virginia. Am Wahltag will er noch in New Mexico und Colorado auftreten. Barack Obama hielt am Montag Kundgebungen in Florida, North Carolina und Virginia ab. Dort gewannen vor vier Jahren die Republikaner von Präsident George W. Bush, nun aber wird auch ein Wahlsieg von Obama nicht ausgeschlossen.

Viele haben schon gewählt

John McCain (Quelle: AP)

Endspurt: John McCain in Indianapolis

Bei den Wahlen wird eine hohe Wahlbeteiligung erwartet. Insgesamt sind in den USA 213 Millionen Menschen wahlberechtigt. 29 Millionen Wähler haben bereits die Möglichkeit genutzt, schon vor Öffnung der Wahllokale ihre Stimme abzugeben, was in 30 der 50 US-Staaten möglich ist. Beobachter werten die hohe Beteiligung am "Early Voting" als günstig für Obama.

In den letzten veröffentlichten Umfragen führt Obama. Wie das Meinungsforschungsinstitut Gallup für die Zeitung "USA Today" ermittelte, sind 53 Prozent der Befragten für Obama, 42 Prozent für McCain. Andere Umfragen sehen Obama sieben bis acht Prozentpunkte vor McCain. Interessant wird die Wahl in einigen besonders umkämpften Staaten: Denn nach dem US-Wahlsystem erhält derjenige Kandidat, der in einem Staat die meisten Stimmen hat, alle Wahlmännerstimmen dieses Staates. So zeichnet sich in Florida erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Nach jüngsten Umfragen der Universität Quinnipiac führt Obama dagegen in Ohio und Pennsylvania.

Irakische Regierung für Obama?

Bill Clinton (Quelle: AP)

Für Obama warb Ex-Präsident Bill Clinton in Pennsylvania

Unterstützung bekam Obama am Dienstag aus dem Irak. Die halbamtliche Zeitung "Al-Sabah" sprach sich für den Demokraten als neuen US-Präsidenten aus. Die Republikaner tendierten dazu, ihre Politik auf Gewalt und Militäreinsätze zu stützen, die Demokraten setzten dagegen eher auf Dialog, so die Zeitung: "Und zu den Stützpfeilern der irakischen Politik gehören nun einmal der Dialog, die Verständigung und die nationale Aussöhnung."

Gewählt wird in den Vereinigten Staaten aber nicht nur ein neuer Präsident. Die Wähler entscheiden über die neue Zusammensetzung des Repräsentantenhauses mit seinen 435 Abgeordneten. Außerdem wird ein Drittel der Mitglieder des Senats neu gewählt sowie elf der 50 Gouverneure. In manchen Staaten stehen zudem Volksabstimmungen an. (det)

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