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Aktuell Welt

Obama an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea

Zum Auftakt seiner Südkorea-Visite hat US-Präsident Obama die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea besucht. "Der Kontrast könnte nicht klarer sein", meinte er zu den Unterschieden zwischen beiden Staaten.

Nach der Begrüßung der US-Soldaten in Camp Bonifas und einer kurzen Ansprache besichtigte Barack Obama das Gelände an der schwer bewachten Demarkationslinie. Hinter schusssicheren Scheiben schaute der US-Präsident mit einem Fernglas in das kommunistisch regierte Nordkorea.

Seit seinem Amtsantritt war Obama schon zwei Mal in Südkorea. Die mehrere Kilometer breite entmilitarisierte Zone hatte er aber noch nicht besucht. Die USA haben in Südkorea fast 30.000 Soldaten stationiert.

Atomgipfel in Seoul

Auf Obamas dreitägigem Programm in Südkorea stehen unter anderem politische Gespräche mit Staatsoberhaupt Lee Myung Bak. Am Montag und Dienstag nimmt der US-Präsident an einem Atomgipfel von insgesamt 53 Ländern teil.

Video ansehen 01:34

Südkorea: Vor Gipfel zur Nuklearsicherheit

Auf der Agenda der Konferenz stehen offiziell die Themen Atomenergie, atomare Aufrüstung und die Abwehr möglicher terroristischer Bedrohungen durch nuklear bewaffnete Extremisten. Zumindest die informellen Gespräche dürften aber von den umstrittenen Atomprogrammen des Iran und Nordkoreas beherrscht werden.

Kriegszustand seit 1950

Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Korea-Krieg (1950-53) offiziell im Kriegszustand. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder militärische Zwischenfälle zwischen beiden Staaten. Für Beunruhigung sorgte zuletzt vor allem die Ankündigung Nordkoreas, Mitte April eine Langstreckenrakete mit einem Beobachtungssatelliten ins All schießen zu wollen.

Wie Agenturen unter Berufung auf südkoreanische Militärkreise berichten, laufen in Nordkorea bereits Vorbereitungen für den angekündigten Raketentest. Wesentliche Teile einer Langstreckenrakete seien zu einer Abschussrampe im Nordwesten des Landes gebracht worden, hieß es.

Die USA hatten gewarnt, mit einem solchen Raketenstart ein kürzlich geschlossenes Abkommen für Lebensmittelhilfen für Nordkorea zu gefährden. Nach Einschätzung der USA und ihrer Verbündeten wäre dies ein Raketentest, der gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstoßen würde. Demnach ist Pjöngjang der Start von Langstreckenraketen jeder Art untersagt.

gri/hp (afp, dapd)

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