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Aktuell Amerika

Obama: Amerika ist kein geteiltes Land

Nach den tödlichen Schüssen in Dallas hat US-Präsident Obama die amerikanische Bevölkerung zum Zusammenhalt aufgerufen. Rassenspannungen ließen sich nicht von heute auf Morgen überwinden, sagte der Präsident in Warschau.

"Die Taten von Einzelnen dürfen nicht für uns alle stehen", führte Obama aus. Amerika sei nicht so geteilt, wie manche behaupteten, erklärte er bei einer Pressekonferenz im Anschluss an den NATO-Gipfel in Warschau.

In der Nacht zum Freitag hatte der 25-jährige Micah Johnson in der texanischen Stadt Dallas während einer Demonstration gegen Polizeigewalt fünf Polizisten erschossen und fünf weitere sowie zwei Zivilisten verletzt. Anlass für die Demonstration war der Tod von zwei Afroamerikanern in verschiedenen US-Bundesstaaten binnen 48 Stunden durch Polizeischüsse.

Ermittlungen drehen sich um Motove des Täters

Obama bezeichnete den Attentäter als "verrückt". Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf seine Motive. Nach Erkenntnissen der Polizei war er wohl der alleinige Schütze, es könne aber Komplizen oder Mitwisser geben, wie der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sagte.

Video ansehen 02:01

Dallas trauert: Ines Pohl berichtet

Als wahrscheinliches Tatmotiv gilt

Hass auf Weiße.

Darauf deuten Äußerungen des Attentäters bei Verhandlungen mit Polizisten vor seinem Tod und Facebook-Eintragungen hin, in denen Johnson Sympathien für schwarzen Extremistengruppen bekundete. Die Polizei fand zudem in seiner Wohnung jede Menge

Waffen und paramilitärisches Material

- auch zum Bombenbau - sowie Schutzwesten, Munition und ein Handbuch für den bewaffneten Kampf.

Sorge vor weiteren Ausschreitungen

Obama wird Anfang der Woche in Dallas erwartet. Er verkürzte deshalb eine Visite in Spanien im Anschluss an den NATO-Gipfel in Polen. In den USA wächst die Sorge, dass es zu einer weiteren Eskalation der Gewalt kommt. In vielen US-Städten sind über das Wochenende neue Protestaktionen gegen Polizeigewalt geplant.

uh/cr (dpa, afp, rtr)

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