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Fußball

Nur Stuttgart im Achtelfinale

Von vier deutschen Teams hat es lediglich eine Mannschaft in die nächste Runde der Europa League geschafft: Stuttgart. Besonders enttäuschend war die Leistung von Mönchengladbach auf der internationalen Fußballbühne.

Stuttgarts Christian Gentner (3.v.r.) freut sich mit seinem Team über sein Tor. Foto: REUTERS/Michaela Rehle

Fußball Europapokal VfB Stuttgart KRC Genk

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte steht der VfB Stuttgart im Achtelfinale der Europa League. Nach dem 1:1-Unentschieden im Hinspiel setzten sich die Schwaben auswärts beim KRC Genk mit 2:0 (1:0) durch. Nachdem Stuttgart anfangs auf Konter setzte, übernahm der Tabellen-Zwölfte der Bundesliga nach einer halben Stunde die Spielgestaltung und erkämpfte sich so einige gute Torchancen. Kurz vor der Halbzeit erzielte Arthur Boka per Distanzschuss die Führung (45.Minute). In der zweiten Hälfte blieb Stuttgart die bessere Mannschaft. Das zweite Tor durch Christian Gentner (59.) war durchaus verdient.

"Wir haben nichts zuglassen und waren voll drin im Spiel. Wir freuen uns auf die nächste Runde. Wir wollen dann auch weiterkommen. Wir wollen uns mit starken Mannschaften aus Europa messen", sagte Torschütze Gentner. Natürlich war Sportdirektor Fredi Bobic mit seinem Team sehr zufrieden: "Jeder war voll in den Zweikämpfen und hat alles für den anderen gegeben. So muss ich auftreten in Europa." In der Runde der letzten 16 muss der VfB am 7. und 14. März auf seinen Stürmer Vedas Ibisevic verzichten, der in Genk seine dritte Gelbe Karte sah. Gegner wird dann Lazio Rom sein.

Indiskutable Leistung der Mönchengladbacher

Symbolisch: Mönchengladbach am Boden, während Lazio in Person von Gonzales (r.) jubelt. EPA/ALESSANDRO DI MEO

Symbolisch: Mönchengladbach am Boden

Die Römer setzten sich in der Zwischenrunde gegen Borussia Mönchengladbach durch. Während im Hinspiel beim spektakulären 3:3 zwei Mannschaften auf Augenhöhe gespielt hatten, war die Borussia im Rückspiel in Rom kein ebenbürtiger Gegner. Mit 0:2 (0:2) unterlag der Bundesliga-Zehnte dem Tabellen-Vierten der Serie A. Bereits in der 10. Minute kassierte die Borussia nach einem katastrophalen Fehler von Abwehrspieler Alvaro Dominguez das erste Gegentor. Antonio Candreva war es, der die Unkonzentriertheit des Spaniers geschickt ausnutzte. Auch beim zweiten Gegentor agierte die Gladbacher Abwehr inklusive Torwart Marc-Andre ter Stegen unglücklich, so dass Alvaro Gonzalez ungehindert einen Abstauber ins Tor drücken konnte (33.).

Wie indiskutabel die Leistung der Mönchengladbacher war, unterstreicht diese Tatsache: Erst in der 66. Minute hatte die Mannschaft von Lucien Favre ihren ersten Eckball. Enttäuschend war der Abend besonders für die 10.000 Borussen-Anhänger, die in die italienische Hauptstadt gereist waren, um ihre Mannschaft zu unterstützten. "Die Unterstützung unserer Fans war unglaublich, wir konnten heute leider nicht viel zurückgeben», gestand Kapitän Martin Stranzl. Und Coach Lucien Favre gab zu: "Wir haben am Anfang große Fehler gemacht und hatten einfach zu viele Ballverluste. Der Gegner war gedanklich und bei der Ballannahme schneller." Auf den Punkte brachte es Sportdirektor Max Eberl: "Die Mannschaft wirke wie der Igel vor der Schlange."

Leverkusen mit zwei Niederlagen

Artistisch, aber erfolglos; Leverkusens Andre Schürrle springt hoch, um einen Ball mit der Brust anzunehmen. Foto: EPA/JOSE SENA GOULAO

Artistisch: Leverkusens Torschütze André Schürrle bei der Ballannahme.

Auch für Bayer Leverkusen ist Schluss mit dem internationalen Fußballgeschäft. Nach dem 0:1 im Hinspiel unterlag der Tabellen-Dritte der Bundesliga auch im Rückspiel bei Benfica Lissabon mit 1:2 (0:0). Dabei hatte sich der Bundesliga-Dritte so viel vorgenommen, übernahm im Estadio da Luz sofort das Kommando und spielte couragiert nach vorne. Tore fielen jedoch erst in der zweiten Halbzeit: André Schürrle (75.) traf für Leverkusen. Für den derzeit Zweiten der portugiesischen Liga waren Ola John (60.) und Nermanja Matic (77.) erfolgreich. "Das ist bitter. Wir haben gekämpft, haben uns aber um den Lohn gebracht", so das Fazit von Kießling.

Hannover: Ein Tor reicht nicht

Hannovers Sergio Da Silva Pinto (r.) kommt mit seinem gestreckten Bein vor Willian an den Ball. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Hoch das Bein: 96er da Silva Pinto (r.)

Mit Hannover 96 ist das dritte deutsche Team in der Zwischenrunde ausgeschieden. Das war jedoch nach der 1:3-Hinspiel-Niederlage beim russischen Vertreter Anschi Machatschkala zu erwarten. Das 1:1 (0:0)-Unentschieden im Rückspiel war zu wenig. Vor lediglich knapp 30.000 Zuschauer in der eigenen Arena war Hannover bei Eiseskälte und teils heftigen Schneefall von Beginn an heiß auf ein frühes Tor. Mit Mohammed Abdellaoue, Mame Diouf und Didier Ya Konan standen drei gelernte Angreifer in der Startelf, die auch viel Druck ausübten, aber erfolglos agierten.

Erst in der 70. Minute gelang Sergio da Silva Pinto (70.) das Tor, das bei der Mannschaft und den Fans noch mal Hoffnung weckte. Doch spätestens nach dem Ausgleich durch Lacina Traore (90.+8) in der Nachspielzeit war allen klar: Das wird nichts. "Wir hätten im Hinspiel ein besseres Ergebnis zielen müssen. So war es sehr schwer für uns", sagte ein enttäuschter da Silva Pinto. In der Vorsaison war 96 bis ins Viertelfinale der Europa League eingezogen und erst gegen den späteren Sieger Atletico Madrid ausgeschieden.