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Nur Mut!

Mutig, mutiger, am mutigsten: Den Mutigen gehört die Welt! Eine weit hergeholte Vermutung oder nichts als die Wahrheit? Was ist, wenn uns der Mut einmal verlässt? Und warum tut Übermut eigentlich eher selten gut?

Audio anhören 05:40

Nur Mut! – die Folge als MP3

Manchmal wird er in Portionen gemessen. Meist sind es sogar gehörige – also große. Eine gehörige Portion Mut gehört zum Beispiel dazu, allein in einem Heißluftballon die Erde umfahren zu wollen oder vielleicht auch nur – mit Anlauf – im Schwimmbad vom Zehnmeterbrett zu springen. „Du hast leicht reden“, sagt der Feige und beneidet den Mutigen, der das wagt. „Schön, dass du so mutig bist. Ich würde mich so etwas nie trauen!“

Der feige Feind

Schatten eines Heißluftballons

Die Welt von oben sehen.

Ja, wie kann man bloß so mutig sein? Es fordert meist sehr große Überwindungskraft, sich etwas zu trauen. Aber ist es nicht viel einfacher, einen Schritt nach vorne zu machen und ins Wasser zu springen, anstatt den ganzen Weg wieder zurückzulaufen? Oder alle Ängste beiseitezuschieben, dass Sturm, Blitze und Regen den Heißluftballon zum Absturz bringen könnten?

Nicht unbedingt, denn unser innerer Schweinehund kann sehr hinderlich sein. Darum fällt es uns manchmal leichter, uns – salopp gesagt – in die Hose zu machen, als uns mit Mut zu gürteln. Mut ist – so gesehen – in unserem Leben ein ständiger Begleiter.

Mut ist allgegenwärtig

Ein Mann mit ausgestreckten Armen springt ins Meer.

Mutig müsste man sein....

Denn Mut ist eine Charaktereigenschaft, die Menschen in die Lage versetzt, etwas zu tun, zu handeln, die Initiative zu ergreifen, wenn es ihnen nötig erscheint. Wobei das – und das eben ist mutiges Handeln – mitunter trotz großer Schwierigkeiten und Gefahren geschieht.

Mut ist die Fähigkeit, Angst zu überwinden, Furchtlosigkeit zu zeigen. Das heißt zum Beispiel, in den eiskalten Fluss zu springen und zu versuchen, ein ertrinkendes Kind zu retten. Mutig sein oder Mut beweisen kann aber auch bedeuten, jemandem gründlich die Meinung zu sagen, auch wenn dem oder der Mutigen dadurch persönliche Nachteile entstehen können.

Woher kommt eigentlich dieser Mut?

Symbolbild Depression: eine Frau sitzt mit angezogenen Knien auf dem Boden

Auch in „Schwermut“ steckt das „Mut“

So festgelegt in seiner Bedeutung war das Wort „Mut“ nicht von Anfang an. Das alte Wort muot bezeichnete früher das gesamte Seelenleben. Das noch heute gebräuchliche Wort Gemüt kommt daher. Es ist erstaunlich, in wie vielen Wörtern, die sowohl den Charakter als auch das Gefühlsleben der Menschen beschreiben, sich das Grundwort „Mut“ findet.

Der Schwermütige ist bedrückt und traurig, wehmütig derjenige, der sich an Vergangenes erinnert. Ihn überkommt Wehmut. Demütig ist, wer bescheiden, ja unterwürfig ist. Großmut beweist derjenige, der großzügig und nachsichtig ist – und vielleicht sogar über Langmut, also Geduld, und Sanftmut verfügt.

Die Mut-Schattenseite

Hin und wieder sinkt der Mut. Aber was tun, wenn der Mut einen mal ganz verlässt,wenn man gar lebensmüde ist? „Sei mal etwas mutiger!“ ist leichter gesagt als getan. Denn seinen Lebensmut wiederzugewinnen, ist eine schwierige Geburt.

Mut hat zwar noch niemandem geschadet. Aber zu viel des Guten, übermütig zu sein, kann schädlich sein. Schon der Volksmund hat dafür das passende Sprichwort gefunden: Übermut tut selten gut. Auch die Selbstüberschätzung kann ganz schön nach hinten losgehen, denn wie lehrt uns die Bibel: Hochmut kommt vor dem Fall.

Vom Mut zur Wut

Eine junge Frau mit einem Glas Milch in der Hand

Mut antrinken kann man sich auch mit nicht-alkoholischen Getränken

Auch in der einfachen Tagesplanung hat der Mut etwas verloren. Wenn uns heute nach Bungee-Jumping eher nicht zumute ist, dann verschieben wir es lieber auf einen anderen Tag. Trotzdem, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Das heißt nicht, dass man sich grundsätzlich auf dünnem Eis bewegen sollte.

Denn wenn man etwas aus dem Mut der Verzweiflung tut, stürzt man sich damit leicht in Gefahr und tendiert zum Wagemut, vielleicht gar zur Mutprobe. Gefährlich wird’s, wenn man sein Mütchen an jemandem kühlen will, und sich dafür vorher noch Mut angetrunken hat. Großen Mut beweisen übrigens mitteilsame Menschen: Wenn sie es schaffen, Mut zur Lücke zu haben!

Ein mutiges Schlusswort

Für sie, wie für alle anderen, bei denen man ab und zu den Mut vermisst, gilt die Parole: Nur Mut! Und sollte es stimmen, dass Mut tatsächlich ansteckend ist, dann können wir zuversichtlich und wohlgemut mit einem Hut voll Mut durchs Leben gehen – und das ist keine Mutmaßung!





Arbeitsauftrag
Setze in den Lückentext die passenden Begriffe in der richtigen Form ein:

sinken, übermütig, Übermut, mutig(2x), Mut (3x), Mutigste , Portion, zumute, Mutprobe, verlassen, Mutlosigkeit

„Hast du Lust, heute Abend mit mir Essen zu gehen?“

„Lieber nicht. Danach ist mir heute nicht _________________.

„Warum das denn?“

„Wir haben morgen eine wichtige Prüfung.“

„Du solltest lieber frohen __________________ sein. Du hast dich doch gut vorbereitet.“

„Ich weiß, aber langsam __________________ mein __________________, wenn er mich nicht schon ganz __________________ hat.“

„Also wirklich. Du hast nichts zu befürchten. Komm, mach mal eine Pause und begleite mich. Wir werden die Prüfung ohne Fehler bestehen. Wir brauchen jetzt nicht mehr zu lernen.“

„Werd mal lieber nicht __________________. Du weißt doch: _________________ tut selten gut.“

„Und dir würde eine ordentliche __________________ Mut gut tun.“

„Ich bin __________________! Eine Prüfung in den Sand zu setzen, hat nichts mit __________________ zu tun.“

„Dann beweis es mir. Lass uns eine __________________ machen!“

„Keine Lust, ich muss jetzt lernen.“

„Ha! Ich wusste es. Du traust dich nicht! Ich bin wohl doch __________________ als du.“

„Jaja, du bist der __________________ von allen!“

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