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Fußball

Nur ein Sieg für die deutschen Mannschaften im UEFA-Cup

Schalke spielt sich gegen Manchester City in die Krise und bringt die Fans gegen sich auf. Stuttgart holt einen Punkt in Genua. Der HSV verliert unglücklich. Wolfsburg dreht das Spiel in Braga.

Jubel Misimovic mit Grafite

Zvjezdan Misimovic (re.) war der Mann des Abends

Beim Spiel Schalke 04 gegen Manchester City gaben zunächst die Schalker den Ton an, konnten ihre Chancen durch Jermaine Jones und Kevin Kuranyi aber nicht nutzen. In der 32. Minute führte dann eine Kette von Fehlern in der Schalker Hintermannschaft zur Führung der Gäste. Orlando Engelaar und Christian Pander verpassten die Hereingabe von Daniel Sturridge, Benjani konnte mühelos aus kurzer Distanz zum 0:1 abstauben. Ein weiteres Tor für Manchester City nur acht Minuten später durch Stephen Ireland wurde wegen Abseits zurecht nicht anerkannt.


Schalkes Manager Andreas Müller

Schalkes Manager Andreas Müller wurde von den eigenen Fans beschimpft.

Im zweiten Durchgang hatte erneut City die besseren Chancen. Zunächst klärte Torhüter Manuel Neuer einen Weitschuss von Shawn Wright-Phillips über die Latte. In der 67. Minute hatte der junge Keeper gegen Ireland, der nach einem weiteren Schalker Abwehrfehler alleine vor dem Tor auftauchte, keine Chance. 2:0 für die Citizens. Schalke vergab in der 77. Minute durch Gerald Asamoah eine hochkarätige Kopfballchance und ging letztlich verdient mit 0:2 unter den Pfiffen der eigenen Fans als Verlierer vom Platz. Schon während des Spiels hatte es Sprechchöre gegen Trainer Fred Rutten, einzelne Spieler und Manager Andreas Müller gegeben.


"Wir haben nicht gut genug gespielt, um nach neunzig Minuten Sieger zu sein", sagte ein enttäuschter Fred Rutten nach dem Spiel. "Auch der Glaube hat in der letzten halben Stunde gefehlt. Deswegen haben wir eine gerechtfertigte Niederlage hinnehmen müssen." Schalke hat es damit verpasst, sich schon vorzeitig für die nächste Runde zu qualifizieren.


Stuttgart holt einen Punkt in Genua


Jubel Ciprian Marica

Ciprian Marica brachte Stuttgart früh in Führung

Der VfB Stuttgart legte gegen Sampdoria Genua, den Tabellendreizehnten der italienischen Serie A, einen Blitzstart hin. Nach nur neun Minuten stand es 1:0 für die Schwaben durch Ciprian Marica. Zum ersten Mal saß Stuttgarts neuer Cheftrainer Markus Babbel auf der Bank und musste in der 39. Minute mitanschauen, wie sein Team nach einem Eckball den Ausgleich nichzt verhindern konnte. Paolo Sammarco hatte getroffen. Mit 1:1 ging es in die Pause.


Genua startete besser in die zweite Hälfte, konnte seine Überlegenheit aber nicht in Chancen umbauen. Erst in den letzten zehn Minuten gerieten die Tore wieder in Gefahr: Gennaro Delvecchio schoss den Ball frei vor Torhüter Jens Lehmann stehend weit über das Tor und ein Weitschuss von Thomas Hitzlsperger streifte nur knapp über die Querlatte. Stuttgart bleibt damit auch unter seinem neuen Trainer sieglos, wahrt aber die Chance aufs Weiterkommen.


Unglückliche Niederlage für den HSV


HSV-Torhüter Frank Rost

Von den eigenen Mitspielern in Gefahr gebracht: HSV-Torhüter Frank Rost

Mit einem Heimsieg in die nächste Runde, so lautete der Plan der Hamburger vor dem Spiel gegen Ajax Amsterdam. Hamburg begann schwungvoll, vor allem Ivica Olic, der mit einem Solo über die linke Seite in den Strafraum eindrang, brachte das Amsterdamer Tor in Gefahr. Immer sorgten aber auch die Hamburger Verteidiger mit unkontrollierten Rückpässen auf Schlussmann Frank Rost für brenzlige Situationen. Zur Pause stand es torlos 0:0. Nach dem Wechsel hatte Paulo Guerrero die beste Gelegenheit zur Hamburger Führung, traf aber nur die Querlatte.


In der 77. Minute sorgte ein erneut zu kurz geratener Rückpass von David Jarolim für die Entscheidung. Leonardo schob den Ball am herauseilenden Rost vorbei. Das Leder sprang an beide Innenpfosten, bevor Leonardo zum 1:0-Endstand abstauben konnte. "Ich glaube, in der ersten Halbzeit haben wir noch ordentlich gespielt", analysierte Trainer Martin Jol nach dem Abpfiff. "In der zweiten Halbzeit wusste man, wenn man kein Tor schießt ist das vielleicht auch noch optimal, einen Punkt einzufahren, aber das haben wir nicht gemacht. Und dann weiß man, dass die Spieler von Ajax hungrig sind und immer ein Tor machen können." Es war die erste Heimniederlage im Europapokal für Hamburg seit zwei Jahren.


Wolfsburg dreht Spiel in Braga


Die Wölfe erwischten einen unglücklichen Start. Schon nach fünf Minuten schoss Andrea Barzagli bei einer Abwehraktion seinen Mitspieler Ricardo Costa an, von dessen Knie der Ball ins eigene Tor sprang. Doch das Team von Felix Magath kämpfte sich zurück ins Spiel. In der 24. Minute konnte Bragas Schlussmann Eduardo eine scharfe Hereingabe von Ashkan Dejagah nur an den Pfosten abwehren, Edin Dzeko stand bereit und schob zum 1:1 ein.


Anfang der zweiten Hälfte musste Wolfsburg erneut einen frühen Rückstand hinnehmen. Matheus setzte sich auf der linken Seite durch, Albert Meyong verwertete seine Flanke aus kurzer Distanz. Erneut schafften die Wölfe den Ausgleich und drehten das Spiel sogar noch. Zvjezdan Misimovic wurde zum Mann des Spiels. Er traf in der 83. Minute per Foulelfmeter zum 2:2 und in der Nachspielzeit zum 3:2-Endstand. Wolfsburg hat damit seinen zweiten Tabellenplatz in der Gruppe E gefestigt.

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