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Fußball

Nur der HSV erfolgreich

Ein erfreulicher Sieg, ein enttäuschendes Remis und eine bittere Niederlage: Das ist die deutsche Bilanz am 3. Spieltag der Europa League.

Elia (r.) im Zweikampf mit Celtics McGeady (Foto: AP Photo/Scott Heppell)

Elia (r.) im Zweikampf mit Celtics McGeady

Alles war dabei in der dritten Runde der Europa-League-Gruppenphase. Der Hamburger SV gewinnt in Glasgow gegen Celtic, Werder Bremen verpasst den Sieg in Wien gegen Austria und die Hertha aus Berlin unterliegt im heimischen Olympia-Stadion gegen den SC Heerenveen.

Nur das Ergebnis zählt

Ze Roberto (r.) leitete die Führung für den HSV ein. (Foto: AP Photo/Scott Heppell)

Leitete das HSV-Tor ein: Ze Roberto (r.)

Der Hamburger SV hat trotz einer harmlosen Vorstellung bei Celtic Glasgow mit 1:0 (0:0) gewonnen und damit die Tür zur Zwischenrunde der Europa League weit aufgestoßen. Vor 45.000 Zuschauern im Celtic Park war Marcus Berg der Schütze des goldenen Tores. Der Schwede sorgte mit seinem Treffer in der 63. Minute dafür, dass der Bundesliga-Zweite in der Gruppe C mit sechs Zählern hinter dem punktgleichen Team aus Tel Aviv auf Rang zwei steht. Der stark ersatzgeschwächte HSV konnte mit Glück ein torloses Unentschieden in die Pause mitnehmen. Direkt nach dem Seitenwechsel suchte der 42-malige schottische Meister in fünf außerordentlich starken Minuten die Entscheidung, doch das Tor trafen die Grün-Weißen nicht. Als sich die 3000 mitgereisten Hamburger Fans schon mit einer weiteren Nullnummer abgefunden hatten, schlug Berg gnadenlos zu. Zé Roberto hatte ihn mustergültig bedient und der schon als Fehleinkauf gebrandmarkte Schwede ließ dem Glasgower Keeper mit einem prächtigen Schuss aus 18 Metern nicht den Hauch einer Chance. "Wir haben unheimliche Geschlossenheit bewiesen und verdient gewonnen", bilanzierte Bruno Labbadia. Vor allem für den oft gescholtenen Berg freute sich der HSV-Trainer: "Er war im Tief nach der EM und sollte eigentlich im Windschatten von Guerrero und Petric aufgebaut werden. Das ist nun anders gekommen wegen der Verletzungen. Er hat hervorragend gespielt und ein typisches Tor gemacht."

Gruselfußball vor Geisterkulisse

Ebert (l.) hat gegen Heerenveens Popov das Nachsehen (Foto: AP Photo/Kai-Uwe Knoth)

Herthas Ebert (l.) hat gegen Popov das Nachsehen

Unterdessen geht bei Hertha BSC das Trauerspiel weiter. Das total aus der Spur geratene Bundesliga-Schlusslicht verlor das dritte Gruppenspiel gegen den 16. der niederländischen Ehrendivision, SC Heerenveen, mit 0:1 (0:1) und bleibt damit auf dem letzten Platz der Gruppe D. Der letzte Pflichtspielsieg der desolaten Berliner liegt inzwischen fast zwei Monate zurück. Für eine baldige Besserung gab es auch bei der Niederlage gegen den harmlosen niederländischen Fußball-Pokalsieger kaum ein Anzeichen. Losada traf vor der Mini-Kulisse von 13.134 Zuschauern in der 36. Minute für den Gast, der fast die gesamte letzte Viertelstunde nach der Roten Karte für den kurz zuvor eingewechselten Daryl Janmaat (76.) in Unterzahl bestritt. In der Nachspielzeit verloren die Hauptstädter noch Patrick Ebert nach Gelb-Rot wegen einer Unsportlichkeit. Dennoch versuchte Hertha-Kapitän Arne Friedrich auch Positives zu erkennen: "Heute war die Einstellung größtenteils wieder da, aber wir haben das Tor wieder aus dem Nichts bekommen. Größtenteils ist es eine Kopfsache." Man habe gesehen, dass es in der Mannschaft stimme, alle füreinander liefen, betonte Friedrich.

Drittes Spiel, erster Punktverlust

Die Bremer Spieler feiern das 1:0 durch Pizarro (m.). (Foto: AP Photo/Ronald Zak)

Die Bremer Spieler feiern das 1:0 durch Pizarro (m.)

Werder Bremen hat in der Europa League den dritten Sieg im dritten Vorrundenspiel in der Schlussphase noch verpasst. Ein Doppelpack von Torjäger Claudio Pizarro reichte den Hanseaten nicht zum Auswärtserfolg bei Austria Wien. Dank der Treffer des überragenden Peruaners in der 19. und 63. Spielminute führten die Bremer in Österreich schon mit 2:0, mussten aber zum Schluss mit einem enttäuschenden 2:2 (1:0) zufrieden sein. Die Gegentreffer von Emin Sulimani (73.) und Schumacher (87.) verhinderten den schon sicher geglaubten Sieg. Mit nunmehr sieben Punkten verteidigten die Hanseaten dennoch Platz eins in der Gruppe L und behalten die Zwischenrunde fest im Visier.

Der Mann für die Tore: Pizarro nach seinem zweiten Treffer. (Foto: EPA/GEORG HOCHMUTH (c) dpa)

Der Mann für die Tore: Pizarro nach seinem zweiten Treffer

Werder knüpfte vor 11.000 Zuschauern im ausverkauften Wiener Franz-Horr-Stadion nur eine Hälfte an die souveränen Vorstellungen der vergangenen Wochen an. "In den letzten Spielen haben wir von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft. Ich weiß nicht, warum diesmal nicht", meinte dann auch der enttäuschte Torhüter Tim Wiese. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf blieb zwar im 14. Pflichtspiel hintereinander ohne Niederlage, wirkte aber nicht so clever wie zuletzt. "Das ist sehr, sehr ärgerlich. Wir haben ein Spiel aus der Hand gegeben, das wir eigentlich schon klar gewonnen hatten", schimpfte Werder-Manager Klaus Allofs über das Remis. Die aufopferungsvoll kämpfende Austria bewies große Moral und verhinderte die erste Heimniederlage seit November 2008. Den Bremern blieb auch im dritten Anlauf nach 1989 und 2003 der erste Europapokal-Sieg in der Alpenrepublik verwehrt.

Autor: Calle Kops

Redaktion: Joachim Falkenhagen

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