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Aktuell Nahost

Nun soll die Entscheidung fallen

Ägypten stimmt über seine neue Verfassung ab. Wegen des großen Andrangs bleiben die Wahllokale länger geöffnet. In der zweiten Runde ist vor allem die Landbevölkerung zur Stimmabgabe aufgerufen.

In Ägypten hat die zweite und letzte Runde der Volksabstimmung über eine neue Verfassung begonnen. Wie schon beim Auftakt vor einer Woche zeigte das Staatsfernsehen auch diesmal lange Schlangen vor den Abstimmungslokalen. Deshalb soll die Wahl um vier Stunden bis 23 Uhr verlängert werden.

Auf dem Weg zum Gottesstaat?

Schlange vor einem Wahllokal (Foto: rtr)

Schlange vor einem Wahllokal

Die regierenden Islamisten um Präsident Mohammed Mursi haben die Bevölkerung aufgefordert, den Entwurf anzunehmen. Die liberale Opposition lehnt ihn ab, sie fürchtet, dass die Islamisten Ägypten in einen islamischen Gottesstaat verwandeln wollen.

Es wird damit gerechnet, dass die Verfassung angenommen wird. Denn in den Dörfern und Kleinstädten haben die Islamisten einen noch stärkeren Rückhalt als in den Großstädten, wo vergangene Woche abgestimmt worden war. Und schon dort stimmten nicht bestätigten Ergebnissen zufolge 57 Prozent der Wähler für den Verfassungstext.

Neue Gewalt

Ministerpräsident Hisham Qandil (Foto: rtr)

Ministerpräsident Hisham Qandil stimmt ab

Die Opposition wirft den Islamisten aber Wahlbetrug vor. Bei Protesten von Gegnern des Verfassungsentwurfs gab es wiederholt gewaltsame Auseinandersetzungen. Am Freitag wurden bei Zusammenstößen mehr als 30 Menschen verletzt. Für die Volksabstimmung wurden 120.000 Soldaten mobilisiert, die weitere rund 130.000 Polizisten unterstützen sollen.

det/hf (dapd, dpa)

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