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Asien

Nun auch Flüssigmilch in China verseucht

Vier tote Säuglinge, rund 6.250 erkrankte Kinder und weitere vergiftete Milchprodukte. Der Skandal in China zieht immer weitere Kreise.

(080916) -- SHIJIAZHUANG, Sept. 16, 2008 (Xinhua) -- A nurse takes care of a sickened child with kidney stones at Hebei People's Hospital in Shijiazhuang, capital of north China's Hebei Province, on Sept. 16, 2008. China's Health Ministry pledged free health care for all babies sickened after drinking the Sanlu brand contaminated formula milk powder on Tuesday. (Xinhua/Gong Zhihong) (lr)

Nachdem bereits vier Säuglinge an verseuchtem Pulver starben, wurde die Industriechemikalie Melamin nun auch in gewöhnlicher Flüssigmilch und weiteren Produkten wie Joghurt und Eis gefunden. In Fernsehberichten hieß es, dass die Waren der drei größten Milchproduzenten Chinas betroffen seien - darunter auch diejenigen des in Hongkong ansässigen Olympia-Lieferanten Yili. Das Unternehmen hatte am Mittwoch betont, die zu den Sportveranstaltungen gelieferten Milchprodukte seien sicher gewesen.

WHO: War es Absicht oder Unkenntnis?

Nach jüngsten Behördenangaben erkrankten bisher knapp 6.250 Kinder durch das vergiftete Milchpulver. Rund 20 Personen wurden festgenommen. Die Weltgesundheitsorganisation forderte China zu einer energischen Aufklärung des Skandals auf. Peking müsse herausfinden, ob es Absicht oder Unkenntnis gewesen sei, dass die Öffentlichkeit erst Monate nach dem ersten Auftreten von Krankheitsfällen bei Babys von dem verseuchten Pulver erfuhr, so ein WHO-Vertreter.

Melamin wird eigentlich zur Herstellung von Plastik und Klebstoffen verwendet. Bauern und B etriebe hatten die Chemikalie jedoch der Milch beigefügt, um bei dieser einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen.(sti)

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