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Kultur

Notstand in Griechenland wegen verheerender Waldbrände

In Griechenland haben die verheerenden Waldbrände nahezu die Hälfte des Landes erfasst. Allerdings gibt es einen Hoffnungsschimmer: Die Windböen haben leicht nachgelassen.

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Ganz Griechenland scheint in Flammen zu stehen

Bislang sind bei den Waldbränden nach Regierungsangaben landesweit mindestens 53 Menschen ums Leben gekommen. "Die Brände lodern in mehr als der Hälfte des Landes", sagte Feuerwehrsprecher Nikos Diamandis. "Das ist sicher eine beispiellose Katastrophe für Griechenland." Schätzungen zum Ausmaß der Zerstörung seien derzeit nicht möglich. Die schlimmsten Feuer wüteten weiterhin auf dem Peloponnes und der Insel Euböa nördlich von Athen.

Olympia und das Feuer

Satellitenbilder zeigen das Ausmaß der Brände in Griechenland

Satellitenbilder bestätigen das Ausmaß der Katastrophe

Am Sonntag (26.8.) näherten sich die Flammen einigen Dörfern unweit des antiken Olympia auf dem Peloponnes und der Stadt Pyrgos. In der Nähe von Olympia riefen verzweifelte Einwohner und Behördenvertreter bei Fernsehstationen an, um Hilfe zu erbitten. Mit Löschhubschraubern verteidigten die Rettungstrupps den Schauplatz der Olympischen Spiele der Antike. Am Heratempel in Olympia wird das Olympische Feuer entzündet - das nächste Mal am 25. März 2008 für die Sommerspiele in Peking.

Mit dem ersten Tageslicht begannen Löschflugzeuge am Sonntag, in dem Gebiet Wasser abzuwerfen. Ein weiterer Brand brach bei Kalivia aus, zwischen der Hauptstadt und Kap Sounion. Dort bedrohten die Flammen am Sonntagmorgen mehrere Gebäude. Fast 1000 Soldaten und mehrere Militärhubschrauber unterstützen die Feuerwehr. Mehrere Länder sagten Hilfe bei den Löscharbeiten zu. Sechs Löschflugzeuge aus Italien und Frankreich sollten noch am Sonntag die Arbeit aufnehmen. Deutschland, die Niederlande und Norwegen boten Hubschrauber an. Im ganzen Land wurde in den Kirchen für einen Rückgang der Flammen gebetet.

Krankenhäuser in Alarmbereitschaft

Dicke Rauchwolken über dem Strand von Zacharo

Auch an der Küste des Peleponnes kann sich keiner mehr sicher sein

Ministerpräsident Konstantinos Karamanlis verhängte am Samstag den landesweiten Notstand. Er fühle Trauer und Wut, sagte der Regierungschef in einer Fernsehansprache. "Wenn so viele Feuer gleichzeitig in so vielen Teilen des Landes ausbrechen, kann das kein Zufall sein", sagte er. Man werde alles tun, um die Verantwortlichen zu finden und zu bestrafen. Die Polizei nahm einen 65-jährigen Mann fest, der in den Brand in der Ortschaft Areopolis verwickelt sein soll. Dort kamen sechs Menschen ums Leben. In Kavala im Norden des Landes wurden zwei Jugendliche unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen.

Die Krankenhäuser in Griechenland wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Das Gesundheitsministerium schickte Zelte für 1500 Menschen in den Süden des Landes, die bei den Bränden obdachlos wurden. (wga)

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